Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1911)
- Article
- Die große Sehnsucht [Rezension]
- Date
- 1911-01-01
- Page
- 59 (sequence 3)
- Language
- German
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Bücherschau. 59 (Missionare), d i e unsere Brüder zugleich abspenstig machen wollen, indem sie sie z u m chri st l i ch e n Glauben bekehre n. Israel — e s müsse Wohlergehen, denen, die dich lieben! Und Gott vergebe b e tt Irrtum denen, d i e sich zu einem Werkzeug des Ab f alls machen — sangen weg die einzelnen und v e r st ö r e n unser Volk." „Sie sind selbst ein Schalt ach und doch ein treuer Ben Israel" In diesen Sätzen haben wir die Tendenz des Buches. Ein neues Missionsbuch!! Ein Buch, das zeigen will, wie man Jude bleiben und doch den christlichen Glauben annehmen kann, z. B. indem man sich seine Gattin antraut mit den Worten: „Durch diesen Ring sollst du mir angeheiligt sein nach dem Gesetz Mosis und Israels — und nach der Gnade Jesu 'Christi." Ein Buch, das zweimal ausspricht: „Israel — es müsse denen wohlgehen, die dich lieben —" und unter der Maske der Liebe, heimlich für die Harmlosen, aber mit erschreckender Deutlichkeit für die Kundigen, unter Israel werben will. In solchen Büchern liegt eine größere Gefahr als man beim flüchtigen Lesen ahnt; darum gilt es, gegen dieses Erzeugnis einer ausgeklügelten Bekehrungstechnik Front zu machen. Es gehört weder in einen jüdischen Buchladen, noch in irgend eine jüdische Bibliothek. Kassel. - Doctor. Xtas deutsche Sinbcntcntnm von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart von vr. Friedrich Schulze und vr. Paul Ssymank. Gr. 8°. XXIV u.- 487 Seiten. Preis 7,50 M., geb. 9 M. — Verlag von K. Voigtländer, Leipzig 1940. Bon allgemeinen Gesichtspunkten aus kann man der vorliegenden Veröffentlichung-nicht absprechen, daß sie eine außerordentliche Menge belehrenden Materials enthält, das mit größtem Fleiße und kritischer Sichtung zusammengetragen ist. Freilich fehlt dem Verfasser des zweiten Teiles (der für unsere jüdischen Interessen allein in Betracht kommt), Paul Ssymank, zwar nicht der Wille zur Objektivität: es ist ihm