Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1911)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1911-01-01
- Page
- 53 (sequence 17)
- Language
- German
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Vereinsnachrichteu. wohl zum Ausschluß katholischer Bewerber — den Aulaß bot. --- Zolauren iniseris socios habuisse maloruml — Bor einiger Zeit erschien in der „Königsberger Allgemeinen Zeitung" folgendes Inserat: E v a n g e 1 i s ch e r Rechtsanwalt gesucht. In hiesiger, schön gelegener Kleinstadt mit guter Umgegend, wird in spätestens vier Wochen die Rechtsanwaltsstelle frei. Einkommen geschätzt auf mindestens iOüOO Ai. Notariat in Aussicht. Bewerbungen eiligst. Zu näherer Auskunft ist bereit Pfarrer Günther, Gilgenburg, Ostpr., Bors, des Ostmarkenvereins. Da es uns besonders im Hinblick auf den letzten Vermerk, „Vors, des Oftmarkenvereins", im hohen Grade auffällig war, daß ein sich bei dem Amtsgericht Gilgenburg niederlassender Rechtsanwalt nur, wenn er evangelischen Bekenntnisses ist, sich der Protektion des Ostmarkenvereins erfreuen würde, wandten wir 'uns dieserhalb nach Gilgenburg. Neuerdings ist dann auch bei einer nochmaligen Jnserierung der Zusatz „evangelischer" fortgelassen worden. Indem wir dies zur Kenntnis bringen, ermahnen wir sämtliche Ortsgruppen dringend, alle derartigen Vorfälle sofort zur Sprache und zu unserer Kenntnis zu bringen, damit gegen ein derartiges Vorgehen des Ostmarkenvereins unverzüglich energisch eingeschritten werden kann. — In dem „Kölner Stadt-Anzeiger" veröffentlicht die Firma Fröhlich & Leven Nchf., Köln, Brückenstr. 5, daß sie sofort einen Kommis, Christ, für Tageskasse und Expedition sucht. Wir fetzen voraus, daß dieser Ausschluß jüdischer Bewerber auch für die jüdische .Kundschaft der gemannten Firma von Interesse sein wird. — Die Herren I. F. Meier L Co. in Stettin und M a x M ü l 1 e r in W o l l i u suchen für ihre Manufacturgeschäfte christliche Verkäufer und bekunden dadurch eine Gesinnung, die annehmen läßt, daß ihnen auch an j üd i s ch e n Kunden und Lieferanten wenig gelegen ijl. — In der „Vossischen Zeitung" finden wir folgendes Inserat: „Für eine alte j ü d. Dame w. zur Gesellschaft u.