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Im deutschen Reich · 1911-01-01 · Heft 1 (Januar 1911) · p. 8

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 1 (Januar 1911)
Article
Die Rheinisch-Westfälische Woche
Date
1911-01-01
Page
8 (sequence 2)
Language
German
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Im deutschen Reich. 8 mehr in die Wirklichkeit zu übertragen helfen. In den Versammlungen sprachen außerdem noch die Herren Rechtsanwälte Abel und Dr. H erzfe 1 d ans Essen, sowie der zur Abhaltung der Vereinswoche in Rheinland-Westfalen aus Berlin erschienene Syndikus Rechtsanwalt Dr. Holländer. Die Redner hatten die Themata in verschiedenster Weise verteilt. Es war das Bestreben obwaltend, überall nach Tunlichkeit in jeder Versammlung die Notwendigkeit des Central- Vereins nachzuweifen und das Arbeitsgebiet zu schildern; darüber hinaus konnte man in den Orten, wo der Central- Verein bereits festen Boden gefaßt hatte, auch auf Einzelgebiete besonders eingehen. So wurden über „Die Juden im deutl'djeit Heere" seitens des Herrn Rechtsanwalts Dr. Herzfeld aus Essen an drei Orten ausführliche Spezialreferate gehalten, während in Dortmund Dr. Holländer speziell über den „politischen Antisemitismus" im weitesten Sinne des Wortes referierte. Der Erfolg hat gezeigt, daß die Verteilung des Stoffes auf mehrere Redner sich vorzüglich bewährt hat. Nicht allein die Abwechselung, die die verschiedenartige Behandlung des Themas seitens der einzelnen Redner notwendigerweise mit sich brachten, führte zu einer erfreulichen Anregung der Hörerschaft, sondern sie bewirkte auch eine ausführlichere Behandlung der einzelnen Punkte nach den verschiedensten Richtungen hin. Ileberall da, wo irgendwelche lokalen Verhältnisse zu besprechen waren, wurde von den Rednern auf diese gebührende Rücksicht genommen; insbesondere wurden überall die im kommenden Jahre stattfindenden Reichstagswahlen zum Gegenstand eingehender Besprechung gemacht. An die Vorträge, die seitens der Erschienenen durchweg mit größtem Interesse und lebhafter Anteilnahme entgegengenommen wurden, schlossen sich meist längere Diskussionen, die auch eine Reihe äußerst schätzbarer Anregungen brachten, welche sicherlich im Interesse der Vereinstätigkeit von besonderem Werte sein werden. Gerade die Diskussionen bewiesen deutlich, in wie großem Maße der Verein >es .burd) seine bisherige Tätigkeit vermocht hat, die Juden zur Selbstbesinnung aufznrütDn und zur Selb ß wehr zu erziehen. An allen Orten konnte man nicht nur eine Zunahme des Interesses nnb des Verständnisses für die von lirD vertre.enen Anschauungen konstatieren, sondern nament-

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