Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1911)
- Article
- Nochmals unsere akademische Jugend
- Date
- 1911-01-01
- Page
- 7 (sequence 7)
- Language
- German
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7 Die Rheimsch-Westfälische Woche. Anregung des Herrn Or. Goldmann einen schönen Erfolg.. Jedenfalls ist sie es wert, daß man versucht, sie in die Wirklichkeit uwzusetzen. Denn — darin stimme ich mit Herrn Dr. Goldmann durchaus überein — es ist an der Zeit, etwas zu tun, um jüdischen Interessen weite Kreise der akademischen Jugend zu gewinnen, die leider heute noch abseits stehen. * Are Rheinisch -Westfälische Woche. In den Tagen vom 12. bi§> zum 21. November fand in Rheinland und Westfalen eine größere Reihe von Central- Vereins-Versammlungen statt, und zwar wurden in diesem Jahre in Mülheim a.d. Ruhr, Essen, Köln, Düsseldorf, Krefeld> Herford und Dortmund Versammlungen abgehalten. Alle diese Veranstaltungen waren sehr -zahlreich besucht, und sie erhielten ihr besonderes Gepräge durch die überall zum lebhaften Ausdruck gekommene begeisterte Anteilnahme an den Tendenzen und Bestrebungen des Vereins. In Essen sprach Frau Henriette May aus Berlin über „Die deutsche Staatsbürgerin jüdischen Glaubens." Dasselbe Thema wurde in D ü s s e l d o r s von F r ä u l e i n Sidonie W e r n e r aus Hamburg behandelt. In den Vorträgen wurde von den Damen insbesondere das Gebiet der inneren Mission behandelt. Die erschienenen Frauen wurden eindringlich auf ihre Pflichten im öffentlichen Leben hingewiesen und über die Art, in der auch sie sich im Sinne des Central-Vereins zu betätigen in der Lage sind, aufgeklärt. Der Eindruck der Ausführungen der Rednerinnen war allerseits tief, wie insbesondere aus dem Anschluß zahlreicher Damen an den Verein festgestellt werden kann. Es steht weiterhin zu erwarten, daß die gegebenen Anregungen auch auf einen fruchtbaren Boden fallen werden. Es ist dringend zu hoffen und zu wünschen, daß in Zukunft eine immer größere Anzahl von Frauen persönlich die Interessen und Prinzipien des Central-Vereins vertreten und daß sie diejenigen Forderungen, die die Rednerinnen, insbesondere bezüglich der Tätigkeit der Frauen aufgestellt haben, immer