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Im deutschen Reich · 1910-12-01 · Heft 12 (Dezember 1910) · p. 826

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 12 (Dezember 1910)
Article
Berlin
Date
1910-12-01
Page
826 (sequence 2)
Language
German
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826 Im deutschen Reich. 54 jüdische Oberlehrer, und zwar 13 an Gymnasien, 10 all Realgymnasien, 4 an Oberrealschulen, 26 an Realschulen und 1 sogenannter Aushilfsoberlehrer. Von den 35 höheren Lehranstalten der Stadt Berlin sind an 29 Juden als Oberlehrer angestellt. — Von den 96 Oberlehrern haben 63 den Titel Professor mit dem Rang der Räte IV. Klasse. — An den höheren Mädchenschulen ist die Zahl und Verteilung der jüdischen Oberlehrer die gleiche geblieben wie im Vorjahr: 6. Anstellungsfähige jüdische Kandidaten waren am 1. Mai d. I. 7 vorhanden, (4 Mathematiker, 2 Neusprachler, 1 klassischer Philologe), Probanden 10 (4 Mathematiker, 3 Germanisten, 2 klassische Philologen, 1 Neusprachler), Seminarkandidaten 8 (4 klassische Philologen, 3 Mathematiker, 1 Germanist). — Zum ersten Male finden wir auch 1 jüdische Seminarkandidatin (für Deutsch, Französisch, Englisch) und 1 anstellungsfähige Kandidatin (für Deutsch, Französisch, Latein). I. S. — Ebenso wie kürzlich die Berlin -Brandenburgische Aerztekammer, hat jetzt auch die Aerztekammer der Provinz Sachsen zu der Frage der Zurückweisung eines Medizinalpraktikanten im Britz er Krankenhause aus konfessionellen Gründen Stellung genommen. Auf Antrag von Pros. Schmidt-Rimpler ist folgender Beschluß gefaßt worden: „D er A e r z t e k a m m e r a u s s ch u ß möge d en .H e rrn Reichskanzler bitten, amtlich zu publizieren, daß es unstatth a s t ist, das Ersuchen ein es M e - d izi n a lp r akti k a n t e n um Beschäftigung in ein en: Krankenhause aus ko nfef si onellen Gründen a b z u l e h n e n. N u r rein konfesionellen K r a n k e n h ä u s e rn kann das ausnahmsweise erlaubt werden, ist aber alsdann in dem amtlichen Verzeichnis der zur Aufnahme von P r a k - t i k a n t e n ermächtigten Krankenanstalten ausdrücklich hervor z u h e b e n." — Der Führer des Bundes der Landwirte, vr. D-iederich Hahn, wurde kürzlich vom Schöffengericht zu Neuhaus an der Oste zu 20 M. Geldstrafe wegen Beleidigung der Firma Call mann durch die Verbreitung eines falschen Gerüchts von der Insolvenz der Firma verurteilt. Er hatte Berufung beim Landgericht Stade eingelegt worden. Die dortige Strafkammer hat jedoch am 10. November die Be-

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