Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1910)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1910-12-01
- Page
- 816 (sequence 3)
- Language
- German
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816 Im deutschen Reich. beisitzer erhielt der 58 er Verein 15, die Handels- und Detaillistenkammer 14, und der Deutschnationale Verband, von dessen Liste im Jahre 1907 5 Herren gewählt wurden, jetzt nur einen! Wir richte n a n a l i e lt nsere Cr t.s - g x it p p e it d i e dringende Aufforderung, sich bei K a u f m a n n s g e r i ch t s w a h l e n a u ch das Vorbild der Ortsgruppe Hamburg z u m M n st er 5 11 nehmen, unter das betreffende Inserat aber stets den Vermerk „Ortsgruppe . des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" zu machen und eine N a m e n s u n t e r s ch r i f t bei zu füge n. — Vor einigen Tagen hatte sich der Leipziger Ingenieur und Verlagsbuchhändler Theodor Fritsch, der Herausgeber der antisemitischen Zeitschrift „Hammer", wegen Vergehens gegen ß 166 St. G. B. (Beschimpfung einer anerkannten Religionsgesellschaft), vor der dortigen Strafkammer zu verantworten. Er hatte in seiner Zeitschrift unter dem Pseudonym Fritz Thor einen Merkspruch veröffentlicht, in dem es hieß: „Die Juden werden niemals deutsche Staatsbiirger werden, solange sie nicht ihre tälmudischen Schriften verbrennen, ihre Synagogen niederreißen lassen, und solange sie den Gott I—e, den Gott der Bosheit und der Lüge, verehren." Auf Anzeige des C e n t r a l-B er ei ns hin hatte der Staatsanwalt auf Anweisung des Oberstaatsanwalts die Anklage erhoben, die zu einer Verurteilung des bereits wegen des gleichen Delikts vorbestraften Angeklagten zu einer Woche Gefängnis führte. Wir werden aus die Angelegenheit noch zurückkommen. — Wenige Tage, nachdem der Kaiser bei der Jahrhundertfeier der Berliner Universität die Begründung einer Gesellschaft zur Gründung und Unterhaltung wissenschaftlicher Institute verkündet hatte, ging durch die Tageszeitungen die Nachricht, daß der größte Teil der hierfür gespendeten, sich nahezu auf 10 Millionen belaufenden Beträge, wie so häufig, wenn es sich um gemeinnützige Zwecke handelt, von unseren jüdischen Mitbürgern aufgebracht worden sei. Die „Welt am Montag" äußert sich zu dieser Nachricht wie folgt: „Wie können es diese Herren vor ihren Glaubensgenossen verantworten, gewaltige Summen dem Monarchen gerade des