Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 11 (November 1910)
- Article
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur [Rezension]
- Date
- 1910-11-01
- Page
- 761 (sequence 3)
- Language
- German
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Bücherschau. 761 Kinder. Mögen unsere Mitglieder bei solchen Gelegenheiten die dort genannten Werke wählen, da sie sehr geeignet sind, in der Jugend die Anhänglichkeit an das Judentum zu stärken. K. m Symvathiefuven. Von Gerichtsassessor Dr. jur. A. H ell - w i g, Berlin-Friedenau. Sonderabdruck aus der Vierteljahrsschrift für gerichtl. Medizinal- und öffentl. Sanitäts- Wesen. 3. Folge. XI., 1. In einem Artikel „Sympathiekuren" im 3. Heft 1910 der Bierteljahrsschrift für gerichtliche Medizin und öffentliches Sanitätswesen sagt der Verfasser Herr Dr. für. Albert Hellwig: „Wenngleich man den Glauben an einen Ritualmord der Inden wissenschaftlich nicht rechtfertigen kann, darf man andererseits — wie dies einige übereifrige Be'kämpfer des Ritualmordglaubens tun — nicht außer acht lassen, daß ein Mord aus B l u t a b e r g l a u b e n auch heutigen Tages noch sehr wohl vorko m m e n ka n n , a n ch b ei ab e r g l ä ub is ch cn Jude n." An und für sich könnte diese Bemerkung recht harmlos erscheinen. Warum sollte nicht auch ein Jude einmal einen Mord aas „Blutaberglauben" begehen können? Indessen hat doch diese Bemerkung aus der Feder des Herrn Dr. Hellwig einen gcnz besonderen Beigeschmack, da er sich mit dem Konitzer „Alutmord" auf Grund antisemitischer Berichte recht einseing schon früher beschäftigt hat. Seine Stellungnahme ist grtndlich in einer Ab h a n d l u n g d e s Re ch ts an w al't s Dr. A. N u ß b öitin gegeißelt worden, die sich in der Zeichchrift für die gesamte SLrafrechtswissenfchast (30. Band 1909/10) findet. Dort heißt es unter anderem: „Es ist unbegrnflich, wie Hellwig ein derartiges t e n d e n z i ö s e s u n d g ä n z l t ch u n b egln u b i g t es G e rede . ein niildu'er Ausdruck ist nicht nröglich ----- für die Zwecke einer wissenschaftlichen Arbeit verwerten konnte, und wie. er ein solches Verfahren mit der besonderen Objektivität und