Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1910)
- Article
- Zum 100. Todestage der Königin Luise
- Date
- 1910-07-01
- Page
- 536 (sequence 3)
- Language
- German
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536 Im heutigen Reich. Unser Vater, den wir mit Ehrfurcht nennen, Friedrich Wilhelm, der vielgeliebte Herrscher, Da er liiiTanfgog.. um der Feindesscharen Einbruch zu wehren; Friedebekümmert unter Siegeswaffen, Jeder gerechten Sorge gern begegnend, Dachte der Erben seines Pflegeramtes, dachte der Nachwelt. Ihr seid erkoren, Stützen seines Hauses, Seiner Kinder Vermählte, seid erkoren Mütter zu werden und der Bürger Hoffnung im Schoß zu tragen. Viel hat des Lobes von Euch der Ruf verkündet; Vielen Segen verbürgt die Wahl des Vaters, Und der Fürsten Jünglinge funkelnd Auge zeuget der Wahrheit. Darum bringen an dieser Hauptstadt Schwelle Wir, ein verkanntes Volk, von unserm König Einzig unverkannt, den Königstöchtern freundliche Wünsche. Die Ihr die schwerste Kunst so früh gelernet, .Liebe zu verdienen, Ihr werdet edel Euer Verdienst vollenden und dieses Land durch Liebe beglücken. Siehe, wie steiget in des Reiches Jubel Auch der unsre zu Euch! Ihr hört die Alten. Dafür soll noch der späten Enkel Feier dankend Euch ehren. Die Chronik der Stadt Berlin hat uns die Liste des „Corps junger Kaufleute jüdischer Nation", die gleichfalls bei dem feierlichen Einzug zugegen waren, aufbewahrt. Der Führer dieses Corps war der Hofbaurat Jtzig, in dessen Palais in Schöneberg bei Berlin, von wo aus der Einzug in die preußische Hauptstadt vor sich ging, die verlobten hohen Paare und deren Hofstaat vorher einige Minuten verweilt hatten. Dem Hofbaurat Jtzig ritten die Herren Wolfs Lewa und Jtzig