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Im deutschen Reich · 1910-06-01 · Heft 6 (Juni 1910) · p. 433

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 6 (Juni 1910)
Article
Die Juden im deutschen Heer
Date
1910-06-01
Page
433 (sequence 13)
Language
German
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Die Juden irrt deutschen Heer. 433 Verfassung derartige Zurücksetzungen vorgekommen sind. (Sehrrichtig.) Weiter sagt er: „Damit will ich aber nicht zurückhalten, daß dies in der Tat meine Ansicht ist. Aber wenn die Religion anch als Grund angegeben ist, so ist das gegen die Allerhöchsten Bestimmungen", und dann weiter: „Ich hoffe, daß dies eine gewisse Wirkung dahin hat, daß man tatsächlich alle Einjährig-Freiwilligen, alle Aspiranten durchaus nur auf ihre Tüchtigkeit ansieht und nach ihrer Tüchtigkeit befördert. Es ist also nicht statthaft, daß ein Reserveoffizierskorps einen jungen Mann, der sonst die Befähigung hat, abweist, einfach, weil er Jude ist. Es ist daraus hingewirkt worden, namentlich in den letzten Jahren." — Das war eine klare, einwandfreie und gerechte Stellungnahme des Kriegsmrnisters. Und dann sagte er im weiteren Verlauf der Rede: „Nun, meine Herren, die Armee hat bis in die achtziger Jahre tatsächlich jüdische Reserveoffiziere gehabt. Die Armee hat zweifellos keinen Schaden davon gehabt (hört! hört!), und ich muß offen sagen — vielleicht werde ich deshalb kolossal angegriffen —: I ch halte es einfach für einen Akt der Gerechtigkeit, daß man einen jungen M ann, au ch wenn er Jude ist, wenn er s onst tüchtig und im übrigen geeignet ist, auch zum Reserveoffizier machen soll." (Bravo!) Meine Herren, da man die Worte des Kriegsministers vom Vorjahre gern als identisch hinstellen möchte mit den Ausführungen des jetzigen Kriegsministers in diesem Jahre, war es notwendig, sich den Wortlaut des Vorjahres noch einmal zu vergegenwärtigen. Aber welches ist die Wirkung der Rede gewesen? Der Herr Kriegsminister ist nicht ganz wenig angegriffen worden, er hat an manchen Stellen durch seine Worte Anstoß erregt. Wie weit dieser Anstoß gereicht hat, das entzieht sich bei den militärischen Verhältnissen selbstverständlich jeder Beurteilung. Nun ist in diesem Jahre dieselbe Frage auf Grund neuen Materials von neuem angeschnitten worden. Der Herr Kriegsminister von Heeringen hat darauf geantwortet, und was sagt er? Er gibt die Abneigung gewisser Kreise gegen die Juden zu. Das hat der Minister von Einem auch getan, aber er hatte dieser Konstatierung ein Wort der schärfsten Verurteilung hinzugefügt. Diese Verurteilung fehlt bei Herrn von Heeringen. Weiter:

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