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Im deutschen Reich · 1910-05-01 · Heft 5 (Mai 1910) · p. 401

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 5 (Mai 1910)
Article
[Ohne Titel]
Date
1910-05-01
Page
401 (sequence 7)
Language
German
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Vereinsnachrichten. 401 gruppe Duisburg den Dank der Synagogen-Gemeinde Hamborn für die Veranstaltung der Versammlung aus. Bei der regen Teilnahme blieb auch der Erfolg nicht aus. Es sind bis jetzt 50 neue Mitglieder dem Verein gewonnen worden, davon über 30 in der Versammlung. — Die am 19. April 1910 in H anau a. M. unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiner Dr. B amö er ge r vom Landes- V er band Hessen-Nassau des Central-Bereins stattgehabte Versammlung nahm dank der rührigen Vorarbeit des Vorsitzenden und unseres Mitgliedes, Herrn Max Schwab, einen ausgezeichneten Verlaus. Die Stimmung, die sowohl bei den in den letzten Wochen bereits als Mitglieder gewonnenen wie bei den unserm Verein noch nicht beigetretenen Besuchern der Versammlung nach den Referaten herrschte, war sichtlich eine begeisterte. Zunächst bot Herr Rechtsanwalt Dr. Richard M e.r z b a ch - F r a n k s u r t a. M. bei der Behandlung des Themas ,, A u s der E m a n z i p a t i o n de r deutschen Juden" eine gedrängte Uebersicht der wechselvollen Geschichte der gesetzlichen und verfassungsmäßigen Stellung der Juden in den deutschen Bundesstaaten seit dem Beginn des. 19. Jahrhunderts. Der Redner würdigte den Einfluß der französischen Revolution und der napoleonischen Gesetzgebung auf die Entwicklung der deutschen Juden und schloß mit dem Nachweise, daß deren Gleichberechtigung nicht einer zufälligen politischen Strömung zu verdanken sei. In das Bewußtsein der Gebildeten sei erst durch die Tätigkeit Rießers und Philippsohns die Erkenntnis gedrungen, daß die Gleichberechtigung der deutschen Juden eine unbedingte Pflicht des politischen Liberalismus sei. Der zweite Redner, Herr Dr. mecL M a x Mainzer-Frankfurt a. M., sprach über „Die Lage der deutschen Juden und der C e n t r a l - V e r e i n deutscher Staatsbürger jüdischen Gl a üben s". Der Redner leitete die Rückschläge, die der moderne Antisemitismus in der Lage der Juden hervorgerufen hat, von der Tatsachse ab, daß der Emanzipation keine organisierten Kämpfe der breiten Masse der deutschen Juden vorausgegangen sei. Er kennzeichnete die verschiedenen antisemitischen Strömungen und ihre Einwirkung auf die staatsbürgerliche, soziale und wirtschaftliche Lage der deutschen Juden und ihr Verhältnis zum Judentum selbst, um daraus

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