Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1910)
- Article
- Indifferentismus und Taufe
- Date
- 1910-05-01
- Page
- 373 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Kreiskran Wuhans zu Brttz< 373 lich, daß auch ihm das als göttlich erscheine, was er innerlich im günstigsten Falle als das Werk eines großen, edlen Menschen anerkennt! Es bedarf weiter keiner Ausführung, daß der, welcher nicht für seine Person ein solches Spiel spielt, sondern sich dazu seiner unmündigen Kinder bedient, mindestens ebenso verwerflich handelt; denn noch nie war es eine Rechtfertigung, daß man die auf Unrechtem Wege erzielten Vorteile nicht für sich, sondern für einen anderen erstrebte. Immer wieder wollen wir den Schwankenden unter uns klar machen, was sie zu tun im Begriffe stehen. Dann wird der Erfolg nicht ausbleiben. Denn wer noch einen Funken von Ehr- und Pflichtgefühl besitzt, für den wird die endlich erlangte Erkenntnis, daß er nur durch Verrat und Meineid den Glauben seiner Väter verlassen kann, die Folge haben, daß die Antwort auf die Frage: „Wollen wir Juden bleiben?" auch für ihn als kategorischer Imperativ lauten muß: „wir wollen nicht nur Juden^ bleiben, wir müssen es in jedem Falle, um nicht aller Achtung vor uns und in den Augen jedes rechtlich denkenden Menschen verlustig zu gehen!" * Jas Kreiskrankenhaus zu Writz. Ueber die Vorgänge am Britzer Kreiskrankenhaus haben wir im Februarheft dieser Zeitschrift berichtet. Sie sind nunmehr auch auf dem Teltower Kreistage zur Sprache gebracht worden. Das „Berliner Tageblatt" berichtete hierüber am 19. April: „D i e K o n f e s s i o n i m A e r z L e k a s i n o. Die peinlichen Vorgänge nm Krankenhaus des Kreises Teltow zu Britz — es handelte sich darum, daß jüdische Mediziner von den anderen christlichen Assistenzärzten gesellschaftlich boykottiert werden — beschäftigten gestern auch den Teltower Kreistag. Auf eine Anfrage des Kreistagsabgeordneten Herbst (Köpenick) über angebliche a n t ist e m i t i s ch e Anwandlungen der Leitung des Britzer. Kreiskrankenhauses erklärte Landrat v. A ch e n b a ch , daß es sich um einen geringfügigen Vorfall handle. Die^Assistenten am Britzer Kreiskrankenhause