Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 4 (April 1910)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1910-04-01
- Page
- 325 (sequence 11)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 325 Vertrauen haben werden. Luegers Ende erinnert vielfach an - das Ende Stöckers. Liebe und Gerechtigkeit sind doch Mächtiger als der Haß. Der Antisemitismus war für beide ein Schwungbrett zu vorübergehender Größe, aber keine Staffel zum Segen für sich und andere. A. L. * Korrespondenzen. H Berlin, 22. März. Der „Jüdischen Presse" wird aus Posen berichtet: „Wie allerwärts, so hat der „Schulfeiers-Artikel des Geheimrats Prof. Geiger natürlich auch in unserer Gemeinde tiefgehenden Unwillen erregt, welcher in einer vor wenigen Tagen stattgehabten Versammlung des „Vereins zur Förderung jüdischer Interessen" zu lebhaftem Ausdruck gelangte. Nachdem mehrere Redner den Artikel einer ungemein scharfen Kritik unterzogen hatten, wurde folgende, zugleich an die Adresse des „Centralvereins Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" und der „Liberalen Vereinigung", gerichtete Resolution einstimmig angenommen: „Der Verein zur Förderung jüdischer Interessen in Posen nimmt mit Entrüstung von dem Geigerschen Artikel Kenntnis, der die zwangsweise Teilnahme jüdischer Kinder an christlichen Schulfeiern fordert, und bedauert, daß weder die „Liberale Vereinigung" noch der „Central-Verein" hier oder anderwärts Veranlassung genommen haben, zu diesem beschämenden Artikel Stellung zu nehmen." (Die Resolution übersieht, daß der „Central- Verein" in seiner imposanten Versammlung im Blüthnersaal Hierselbst durch den Mund des Herrn Rabbiners Or. Werner- München, wenn auch nicht direkt Stellung genommen, so doch die Geigerschen Forderungen scharf gekennzeichnet hat. Red. der Jüd. Presse.) — Bereits im Märzheft unserer Zeitschrift haben .wir. zu dieser 'Angelegenheit Stellung genommen. Wir haben bisher mit aller Energie den Standpunkt vertreten, daß dort, wo jüdische Kinder zu Schul-Feiern, insbesondere gesanglichen, hei denen sie sich in ihren religiösen