Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 3 (März 1910)
- Article
- Berlin
- Date
- 1910-03-01
- Page
- 154 (sequence 2)
- Language
- German
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154 Im deutschen Reich. beschranktem Umfange ermöglicht wird. Es!vu.rde die Einreichung einer erneuten Eingabe an das Reichsamt des Innern beschlossen, um die Berücksichtigung aller berechtigten Wünsche der. strenggläubigen Glaubensgenossen in dem Entwurf herbeizusühren. — Eingehend wurde die vom Verbände einzunehmende Stellung gegenüber den Zurücksetzungen der Juden bei der Beförderung im Heere erörtert. Alljährlich ergibt sich aus einer Anzahl von Füllen der systematische Ausschluß der Juden von der Beförderung zu Reserveoffizieren in den dem Preußischen Kriegsministerimn unterstellten Kontingenten. Die Angelegenheit ist im Reichstage zur Sprache gebracht und das vom Verbände bezw. vom Central- Berein gesammelte Material dem Kriegsminister überreicht worden. Es wurde beschlossen, eine Eingabe au den Kriegsminister zu richten, in der unter Hinweis auf das umfangreiche Material hervorgehoben wird, wie die tatsächliche Uebung in gleicher Weise mit der Verfassung wie mit den vorjährigen Erklärungen des Kriegsministers im Reichstage im Widerspruch steht und um ein wirksames Eingreifen der verfassungsmäßig zuständigen obersten preußischen Militärbehörde ersucht wird. (Die Eingabe ist vor der zweiten Lesung des Militäretats im Reichstage dem Kriegsminister eingereicht worden.) — Ferner wurde beschlossen, geeignete Maßnahmen zu treffen, um bei Gelegenheit des erwarteten neuen Reichsgesetzes über Erwerb und Verlust der Reichs- und Staatsangehörigkeit aus eine Beseitigung der durch zuverlässiges Material belegten und bereits auf den Hauptversammlungen des Verbandes erörterten Ausnahmebehandlung der Juden bei Naturalisationen und Ausweisungen durch gesetzliche Bestimmungen hinzuwirken. — Im Anschluß an diesen Bericht des Verbandes machen wir unsere Mitglieder und Ortsgruppen darauf aufmerksam, uns Einzelfälle mit genauer Angabe wissenswerter Einzelheiten mitzuteilen, damit nur die Dinge prüfen und, wie bisher, gemeinschaftlich mit dem Verbände eventuell eine Behandlung der Fragen im Parlament in geeigneter Weise ermöglichen. — Freunde der „A l l g e m einen j ü bi) cf) e n Kolonisatio n s- O r g a nisatio n" hatten für den 30. Januar eine Anzahl Mitglieder der jüdischen Gemeinde nach dem Hotel Adlon zu Berlin eingeladen, um den Bericht der Leitung der A.