Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1910)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1910-02-01
- Page
- 119 (sequence 8)
- Language
- German
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Bereinsn a chri cht en. Eine von ihm vorgeschlagene Resolution, die den Beifall der Versammlung fand, lautete: „Die heutige, von mehr als 1000 Personen besuchte Versammlung des Central-Vereint deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im Posener Apollotheater-Saale erblickt in der Ausweisung von Ausländerin um ihres jüdischen Glaubens willen und in der fast ausnahmslosen Versagung der Naturalisation von Ausländern jüdischen Glaubens eine unbillige Zurücksetzung der jüdischen Ausländer und eine Verletzung der deutschen Juden. Sie ersucht den Vorstand, mit aller Entschiedenheit gegen diese Zurücksetzungen Stellung zu nehmen." Or. Ludwig Kantorowicz regte an, daß antisemitische Artikel in gelesenen Zeitschriften geeignete Widerlegung finden. Rechtsanwalt K i r s ch - ner dankte in seinem Schlußwort den Rednern des Abends und forderte alle Anwesenden zur regen Mitarbeit für die Sache des Judentums auf. — lieber die in Frankfurt a. M. am 17. Januar abgehaltene Ce n t ral -V e r e in s -V e r s a m m l u n g berichtet die „Franks. Ztg.": „Frau Or. E. Es che lb ach er- Berlin sprach über die Aufgaben der jüdischen Frau im Kampf um die staatsbürgerliche Gleichberechtigung. Die Referentin wies Sic öffentliche Vertretung der Rechte der Juden den Männern als Hauptaufgabe zu, um für die Frauen einen Bezirk stilleren Wirkens abzustecken. Für diesen stellte sie als grundsätzliche Forderung auf: in ruhiger, von sachlichem-Ernst beseelter Tätigkeit und mit ehrlichem Bekenntnis zum Judentum der jüdischen Arbeit Anerkennung zu verschaffen, sich dabei aber zu hüten, ungebeten anderer Leute Acker zu bestellen. Rach bestimmteren Ausführungen über die soziale Betätigung der jüdischen Frau beim Gesellschaftsleben angelangt, nahm die Rednerin Anlaß, ihre Geschlechts¬ und Glaubensgenossinnen eindringlich an die Gesetze der wahren gesellschaftlichen Kultur zu mahnen. Der letzte Teil des Referats befaßte sich mit den Pflichten der jüdischen Frau als Mutter und hatte zum Mittelpunkt den Gedanken, daß in einem von Schönheit und stiller Harmonie erfüllten Heim den Kindern das in sich widerspruchslose Gebot eingepflanzt werden müsse, gute Juden und gute Deutsche zu sein. In der Diskussion kamen mehrere Damen und Herren zum Wort. Frau H. Lewis o u erklärte, die jüdischen