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Im deutschen Reich · 1910-02-01 · Heft 2 (Februar 1910) · p. 108

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 2 (Februar 1910)
Article
Hamburg
Date
1910-02-01
Page
108 (sequence 4)
Language
German
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108 Im deutschen Reich. reden der Schluß des 9. Zionistenkongresses, ohne daß in den Hauptfragen eine endgültige Lösung ermöglicht wurde. Das Ziel der Opposition der Russen und Galizier, die eine Verlegung der Leitung nach Berlin und Einsetzung eines neuen Aktionsausschusses angestrebt hatten, ist nicht erreicht worden, sondern nur der Kompromiß, daß die Leitung bis auf weiteres in Köln bleibt und Wolfsohn-Köln, Warburg- Berlin und Kann-Haag die Geschäfte vorläufig weiter leiten. ± Elmshorn, 3. Januar. Im Alter von 83 Jahren verstarb hier der 48er Veteran, Selig Nathan Oppenheim, der sich im schleswig-holsteinischen Feldzuge durch Tapferkeit ausgezeichnet'hat. Bei denüTode 'dieses Veteranen ist die alte Streitfrage, wer im Jahre 1850 die erste schleswigholsteinische Fahne auf die Dänenschanzen bei Friedrichstadt gepflanzt hat, wieder lebhaft erörtert worden. Die einen nennen den Pastor Harder, damals Fähnrich; andere schreiben das Verdienst dem obengenannten Oppenheim zu. Ohne die Frage entscheiden zu wollen, begnügen wir uns, zwei Schriftstücke zu veröffentlichen, die von der Tapferkeit des Oppenheim Zeugnis ablegen. Die beiden Briefe, deren Echtheit beglaubigt ist, lauten: I. Das 15. Infanterie-Bataillon zu Nr. 518. An den Gefreiten Selig Nathan Oppenheim! Das Bataillon übersendet Ihnen anbei eine wertvolle Goldmünze, welche ein patriotischer Mann für denjenigen bestimmt hat, welcher sich am 4. d. M. bei dem Sturm auf Friedrichstadt besonders und am meisten ausgezeichnet hat. Vom hohen Generalkommando beauftragt, diese Denkmünze nach Bestimmung des Gebers dem Tapfersten zu Lehändigen, nimmt das Unterzeichnete Kommando gern Veranlassung, Sie für Ihre bewiesene Tapferkeit und Hingebung, die für den 'Soldaten stets die schärfsten Zierden sind, mit diesem Andenken zu beehren. Kantonnements-Quartier zu Holm, den 17. Okt. 1850. Das Kommando des 15. Infanterie-Bataillons, gez. Claien, Hauptmann und ft. t. Bataillons-Kommandeur

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