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Im deutschen Reich · 1910-01-01 · Heft 1 (Januar 1910) · p. 26

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 1 (Januar 1910)
Article
Berlin
Date
1910-01-01
Page
26 (sequence 4)
Language
German
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Im deutsche:! Reich. die F l e i s ch v e r L e u e r u n g durch den Zwischenhandel! Davon, daß die Agrarier sich ins Zeug legen, den Zwischenhandel auszuschalten, hat das Fleischergewerbe noch keinen Nutzen gehabt, der Konsument ebensowenig. — Vor einigen Wochen hat die Verbindung i m K. C. Sprevia in Berlin ihr fünfzehntes Stiftungsfest gefeiert. Der solenne Festkommers war von mehreren hundert d?r im K. C. vereinigten Kartell-Verbindungen, sowie von einer großen Anzahl von Gälten besucht. Herr Justizrat Or. Eugen Fuchs beglückwünschte die Sprevia namens des Central-Bereins und des Verbandes der deutschen Juden auf das herzlichste und stellte die Gleichartigkeit der Endbestrebungen aller drei Organisationen fest. Die jüdische Gemeinde Berlin, der Deutsch-Israelitische Gemeindebund, die Alliance Israelite Universelle und die Berliner Bnei Briß-Logen ließen durch ihre Vertreter die Spreven herzlichst beglückwünschen und gaben Zeugnis davon, daß die Sprevia durch ihr energisches, zielbewußtes, aber bescheidenes Auftreten im Sinne des jüdischen und deutschen Gedankens sich allgemein die größten Sympathien erworben hat. P Breslau, 5. Dezember. Der „Breslauer Zeitung" wird von militärischer Seite geschrieben: „Der Mangel an Aerzten im Heere macht sich immer mehr fühlbar, so daß die Befürchtung, die Kriegsbereitschaft wurde durch düse Kalamität ernstlich gefährdet, nicht von der Hand zu weisen ist. Es kommt jetzt bei manchen Truppenteilen vor, daß die Assistenz- und Oberärzte für den täglichen Jnspektionsdienst am Morgen in den Kasernen fehlen und die Stabsärzte den Revierdienst, der sonst nicht ihre Pflicht ist, versehen müssen. Die eigentlichen Dienste des Stabsarztes' bleiben dadurch zurück, und es werden Zustände geschaffen, die eines großen Heeres unwürdig sind. Den Anfordcrrngen des Friedens.! i nstes kann mit dem vorhandenen Personal nicht mehr Genüge geleistet werden, so daß von Jahr zu Jahr die Aerzte des Beurlaubtenstandes immer mehr zu Aushebungs-, Musterungs¬ und Jnvalideuprüfungsgeschä'teu herangezogen werden mi'sscn. Es wird Klage geführt, daß die Aushebungsgeschäfte ärztlicherseits aus diesem Grunde nicht mehr mit der wünschenswerten Sorgfalt erledigt werden und die späteren Entlassungen von Mannschaften seitens der Truppenteile immer mehr zu-

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