Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1910)
- Article
- Die Versammlungen des Rheinisch-Westfälischen und des Hessen-Nassauischen Landesverbandes
- Date
- 1910-01-01
- Page
- 12 (sequence 4)
- Language
- German
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12 Im deutschen Reich. anwatt Dr. Ignatz Rosenthal-Wiesbadeu, :ikuebtft Straus- Wiesbaden, wurden noch die Herren Dr. med. Felix Blunrenfeld-Kassel, Rechtsanwalt Dr. Siegfried Katzenftein-Frankfurt a. M. und Sally Haas-Marburg in den Vorstand gewählt. Zum folgenden Gegenstand der Tagesordnung „Propaganda in der Provinz, speziell OrLsgruppengründungen", berichtet der Vorsitzende, daß eine Reihe von Propagandaversammlungen mit den in der Provinz vorhandenen rednerischen Kräften zu veranstalten beabsichtigt sei zum Zwecke der Gründung von Ortsgruppen. Seitens der Ortsgruppe Kassel werden Versammlungen in Eschwege, Wolsshagen, Witzenhausen usw., seitens der Ortsgruppe Frankfurt a. M. Versammlungen in Camberg, Ems, Hachenburg, Limburg, Fulda, Hanau, Wetzlar und andere veranstaltet, für die schon die erforderlichen Redner gewonnen seien. Auch in Hersfeld und evtl, auch in Gladenbach sollen, einem Wunsche der Vertreter dieser Gemeinden entsprechend, Versammlungen veranstaltet werden. Durch die Propagandaversammlungen dürfe jedoch die Werbetätigkeit der Vertrauensmänner in keiner Weise eine Abschwächung erfahrendiese müsse sofort einfetzen und die Versammlungen vorbereiten. Herr Rabbiner Dr. M u n k - M a r b u r g empfiehlt, in jedem Reichstagswahlkreis und in jeder Kreisstadt eine Ortsgruppe zu bilden. Herr Dr. Katzenstein - Frankfurt a. M. sieht in der Gründung von Ortsgruppen in jeder Kreisstadt eine Zersplitterung der Kräfte, die für so umfassende rednerische Inanspruchnahme nicht hinreichend seien. Herr Dr. B lu m en f eld -Kassel betrachtet ebenfalls die Gründung von Ortsgruppen in allen Kreisstädten als erstrebenswert, betont aber, daß das Schwergewicht auf die Vertrauensmänner gelegt werden müsse. Herr Dr. Rudolf Geiger-Frankfurt a. M. hebt die politische Natur des Vereins hervor, der als solcher möglichst-viele Mitglieder werben müsse; erst diese verschafften ihm den nötigen Resonanzboden für sein Wirken. Die alsbaldige Werbetätigkeit der Vertrauensmänner sei daher nicht zu entbehren. Geh. Regierungsrat Professor Dr. Cohen-Marburg ernpstehlt eine intensive Propaganda: jeder Jude müsse M iiäticb werden und den Beitrag als ein