Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1909)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1909-12-01
- Page
- 719 (sequence 17)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 719 worden, daß „die Stadträte" von Neustadt gegen den Aufenthalt von Juden im dortigen Bade sich ausgesprochen hätten. Aus eine bezügliche Anfrage teilt uns der Magistrat der erwähnten Stadt mit: „Aus die gefl. Anfrage vom 15. d. M. erwidern wir ergebenst, daß wir die Ausnahme der Badegäste in Neustadt nicht von deren Glaubensbekenntnis abhängig zu machen wünschen. I. V.: C. Rehder." — Der Deutschnationale Handlungsgeh i l f e n-V e r b a n d schreibt uns: 1. „Berichtigung: Die in Nummer 11, 1909 wiedergegebene Behauptung, daß der Versuch eines Wanderredners des Deutschnationalen Handlungs-- gehilsen-Verbandes, die Gründung einer Ortsgruppe in Osterholz-Scharmbeck anzustreben, schmählich gescheitert sei, ist unwahr. Wahr ist, daß in Osterholz-Scharmbeck schon seit 2 Jahren eine Ortsgruppe, besteht." 2. „Berichtigung: Die in Nummer 11, 1909 wiedergegebenen Behauptungen, daß der Deutschnationale Handlungsgehilsen-Verband jüdischen Firmen gegenüber eine förmliche Ueberwachung eingerichtet und einen künftigen Boykott in Aussicht gestellt habe, sind unwahr. Wahr ist, daß weder das eine noch das andere geschehen ist." Zu 1. bemerken - wir, daß der Bericht am Dienstag, den 7. September 1909, in der „Weser-Zeitung" gestanden, daß Herr Zacharias den Bericht sub 1. aus der „Weser- Zeitung" entnommen hat und daß nach dem Bericht der „Weser-Zeitung" folgende Resolution mit zwei Drittel Mehrheit in Scharmbeck angenommen wurde: „Die heute in Osterholz-Scharmbeck versammelten Kaufleute erklären, in dem Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Berbande eine würdige Vertretung ihrer. Standesinteressen nicht anerkennen zu können. Ein Verband, der seine Aufgaben darin erblickt, Auswüchse im Handelsstande durch Schürung eines in seiner Allgemeinheit durchaus ungerechten Rassenhasses zu bekämpfen, der ferner einen Verbandsvorsitzenden duldet, welcher als Reichstagsabgeordneter in völliger Abhängigkeit vom Bunde der Landwirte lebt und diese durch seine Volks-