Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 11 (November 1909)
- Article
- [Ohne Titel] / Weißberg, M.
- Date
- 1909-11-01
- Page
- 651 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 651 Religion vermittelt wird, die sowohl der Lehre der katholischen Kirche, als auch — wie wir zu wissen glauben — der Anschauung Ew. Eminenz vollkommen fremd ist. Bei aller Betonung der grundsätzlichen Ablehnung der jüdischen Lehre, bzw. trotz ständiger Hervorhebung des Umstandes, daß die Wahrheiten der katholischen Religion jene der jüdischen ergänzen und ersetzen, hat sich doch gerade die katholische Kirche niemals auf den Standpunkt gestellt, im Judentum einen Niederschlag 'des göttlichen Fluches zu erblicken. Wir haben auch gerade von katholischer Seite vielfach die schönsten Beweise edler Toleranz erlebt, so daß wir wohl annehmen können, daß die in Frage kommenden Ausdrücke, welche so Reicht in Lehrern und Schülern irrige Vorstellungen und konfessionellen Unfrieden Hervorrufen können, in keiner Weise der Anschauung der Kirche und Ew. Eminenz entsprechen. Wir erlauben uns deshalb, an Ew. Eminenz die ergebenste Bitte zu richten, auf eine redaktionelle Aenderung des in Frage stehenden Satzes gütigst hinwirken zu wollen." Ehrerbietigst. Darauf ist uns nachstehender Bescheid zugegangen: Cöln, den 9. Juli 1909. Auf Ihre gefl. Zuschrift an Se. Eminenz vom 23. Juni er., Kommentar zur biblischen Geschichte von van Gilt 6^ Neleffen betreffend, erwidern wir ergebenst, daß dieselbe bei einer neuen Auflage des Werkes angemessene Berücksichtigung finden wird. Das Erzbischöfliche Generalvikariat, gez.: Dr. Kreuzwal. — Die große Ausbreitung unseres Vereins hat die Anforderungen -an die Tätigkeit des Vorstandes so vermehrt, daß eine Kooptierung mehrerer Mitglieder wünschenswert erschien. Die in den Vorstand berufenen Vereinsmitglieder, von denen eine eifrige und erfolgreiche Mitarbeit erwartet wird, sind die Herren Professor Dr. CarlNeubergin Charlottenburg, Bankier Eugen. Panofsky in Berlin, Sanitätsrat Dr. CarlReich in Breslau und Dr. med. Max Mainzer in Frankfurt a. M. Diesem Gewinn für unsere Sache