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Im deutschen Reich · 1909-10-01 · Heft 10 (Oktober 1909) · p. 551

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 10 (Oktober 1909)
Article
Agitationsfragen
Date
1909-10-01
Page
551 (sequence 7)
Language
German
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Wirtschaftsgeschichte der Jaden. 551 darf uns nicht abschrecken. Wir arbeiten ja nicht für Augenblickserfolge, wir arbeiten für die Zukunft, für unsere Kinder! „Steter Tropfen höhlt den Stein", das mag unser Motto sein. Das Gute erstrebt zu haben, ist schon rühmenswert! £ Wirtschaftsgeschichte der Juden. Eon Rabbiner vr. Max Eschelbach er in Bruchsal. Max von Eyth, der große Ingenieur, war einmal in Magdeburg, um eine Ausstellung der von ihm begründeten Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft vorzubereiten. Er meinte zuerst, bei ihrer ausgezeichneten geographischen Lage müsse der Stadt eine große Blüte sicher sein,' fand aber seine Erwartungen nicht ganz bestätigt. Und den Grund für die verhältnismäßig geringe Entwicklung fand er in der geistigen Art der Bewohner. „Im allgemeinen," sagte er, „finde ich den Charakter der Magdeburger für Ungewohntes etwas allzu bedächtig. Es fehlen die Inden, die zu allem bereit sind, wo ein Geschäftchen in Aussicht steht." Der Mann, der in seinen prächtigen Lebenserinnerungen: „Im Strom der Zeit" (III, S. 386) dieses Urteil abgibt, war, das zeigt schon seine Ausdrucks weise, nicht gerade ein besonderer Freund der Inden (freilich auch kein Feind), aber er hatte doch in drei Weltteilen erfahren, wie der Wohlstand der Nationen nicht zuletzt in jüdischer Arbeit wurzelt. Und es wäre eine wichtige Aufgabe für unsere Geschichtsschreibung, dieser Wahrheit nachzugehen und zu erforschen, was die Berufstätigkeit der Juden für die Welt bedeutet hat und noch bedeutet. Wie unsere Väter ihre Religion festgehalten haben, wie sie zwischen verschiedenen Kulturen die Vermittler geworden sind, wie sie starkem Druck noch stärkeren Widerstand entgegengesetzt haben, das haben unsere Historiker uns gezeigt. Jetzt aber wäre zu wissen wichtig, ttt welchen Berufen ihre Schaffenskraft lebendig geworden ist und was sie darin geleistet haben. i Die Probleme, die auf diesem Gebiet lagern, haben schon manchen Bearbeiter gefunden, und H erzfel^ und Gr ätz,

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