Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1909-09-01
- Page
- 529 (sequence 7)
- Language
- German
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— Herr Zahnarzt Gustav Strauß in Hamburg, Gr. Bleichen 38, ersucht uns, folgendes zu veröffentlichen: „Ich, Zahnarzt Gustav Strauß zu Hamburg, bestreite, jüdische Assistenten zu boykottieren. Ich habe in der „Deutschen Zahnärztlichen Wochenschrift" vom Februar 1907 ein Inserat erlassen, in welchem ich zum 1. April 1907 einen Assistenten (Christ) gesucht habe." — Hiernach ist. wohl die Annahme berechtigt, daß Herr Zahnarzt Strauß jetzt die Meldungen tüchtiger, zuverlässiger ltfto. Assistenten entgegennehmen will, auch wenn die Stellungsuchenden nicht Christen sind. — Im 71. Lebensjahre ist am 9. Juli d. I. nach kurzer Krankheit ein um unsere Vereinssache sehr verdientes Mitglied, Herr Alexander Lomnitz, entschlafen. Unablässig bemüht, unsere Bestrebungen zu fördern, hat er während [einer langjährigen Zugehörigkeit zum Central-Verein diesen! viele Mitglieder zugeführt aber außerdem, wiederholt von der Generalversammlung zum Revisor gewählt, dieses Ehrenamt mit Hingebung verwaltet, gemeinsam mit Herrn Kaufmann Louis Wiener unsere Buchführung mit größter Gewissenhaftigkeit geprüft, und darüber alljährlich Bericht erstattet. Unser herzlicher Dank folgt diesem treuen Vereinsmitgliede, dessen wir stets ehrenvoll gedenken werden, in die Ewigkeit nach! — Unserm am 21. Juli d. I. verstorbenen treuen Vereinsmitgliede, Herrn Geh. Sanitätsrat Dr. Leviso n in Siegburg widmet das amtliche „Siegburger Kreisblatt" einen ehrenden Nachruf: „In seinem Beruf unermüdlich, fand er noch Zeit, seine reichen Erfahrungen in den Dienst der Stadt Siegburg zu stellen und ihr Emporblühen zu fördern; er widmete dem Kameradschaftlichen Verein, dem Samariterwesen und dem Siegburger Turnverein seine Kraft; nie hat jemand vergebens seinen Rat und seine stets bereite Hilfe angesprochen. Vom Könige durch Orden ausgezeichnet, von seinen Mitbürgern zur Vertretung der Gemeinde gewählt, von den Hilfesuchenden und Vereinen geschätzt und verehrt, wird das Leben dieses deutschen Mannes in der Erinnerung bleiben." — Auch in diesem Jahre haben die Herren Miguel Latz und Arnold Färber, i. F. Miguel Latz y Hermano in Magdalena, Provinz Sonora, Mexiko,