Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1909-09-01
- Page
- 527 (sequence 5)
- Language
- German
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Vereinsnachcichten. 527 einigten Staaten fortwährend. Es kommen inehr als nian braucht; besonders von r u s s i s ch e n Jude n w i in - m eit es, sie sind die wunde Stelle des G ero erbes. Gewöhnlich können sie nicht arbeiten, wenn sie ankommen, und man beschäftigt sie für einen niedrigen Lohn. Wenn sie nach und nach etwas gelernt haben, so -werden sie immer noch ausgebeutet. Es ist schwer zu erfahren, was sie gezahlt bekommen. Die Einwanderung dieser Arbeiter sollte im Interesse der anderen eingeschränkt werden, denn sie schaden allen.'" A'wf unser Ersuchen hat das Zentralbureau des Hilfsvereins der deutschen Juden für Auswanderungsangelegenheiten au berufener Stelle in Amerika Erkundigungen eingezogen und uns folgenden, ihm zugegangenen Bescheid übermittelt: "In reply to your favor of the 28 th inst., we heg to say, that so far as we are aware, there is 110 truth in the matter therein referred to. Yours very truly. gez. Cyrus Sulzberger, President.“ Der Wortlaut dieses Bescheides bestätigt in erfreulicher Weise unsere Annahme, daß die erwähnten Angaben in dem Artikel des „Handschuhfabrikant" nicht -er Tvahrheit entsprechen. — Herr Lehrer E. Alexander teilt uns in der Marburg e r S ch ä ch t a n g e l e g e n h e i t mit, daß die Staatsanwaltschaft die Berufung gegen das freisprechende Urteil über die dortigen Metzger wegen des Schlichtens zurückgezogen hat. Auch die zu Beschwerden Anlaß gebende Bestimmung des Schlachthausstatutes ist entfernt worden. — Der Verschönerungsverein Kiefersfelden in Oberbayern hatte Sommerwohnungslisten verbreitet, die mit dem Zusatz versehen waren: „Juden und Judenfamrlien finden in Kiefersfelden keine A u s - nähme." Hierauf wandte sich der Vorstand unserer Ortsgruppe München an den Bürgermeister von Kiefersfelden unb an den Vorstand des Verschönerungsvereins um Abhilfe. Es hat sich bei den gepflogenen Verhandlungen herausgestellt, daß der erwähnte Zusatz ohne Wissen und Willen der