Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- Freistudentenschaft und jüdische Studenten
- Date
- 1909-09-01
- Page
- 481 (sequence 1)
- Language
- German
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Im deutschen Leich. Jeikfchrifk des Erscheint zwölfmal im Jahre. ------------ XV. Iahrg. Berlin. September 1909. Ar. 9. Ireistudentenschaft und jüdische Studenten?) Von Referendar Dr. Emil Höchster, Bonn. In dem Artikel: „Der Antisemitismus an den deutschen Hochschulen" (Nr. 6 dieser Zeitschrift), führt Herr Referendar Löwenstein, nachdem er von dem antisemitischen Verhalten der studentischen Korporationen gesprochen, folgendes aus: „Der gesellschaftliche Abschluß besteht auch unter den nichtinkorporierten Studenten, und wo sie in den F intens chaften Vertretungen besitzen, die eine einheitliche Willensbildung gestatten, da zeigt sich auch bald das Streben nach einern „jud enreinen" A. usschu ß". Letztere Behauptung darf nicht unwidersprochen bleiben; denn sie läßt sich mit der in Wirklichkeit sehr regen und in ihren Folgen weit über das Universitätsleben hinausreichenden Mitarbeit jüdischer Akademiker an* den Bestrebungen der Finkenschaft — oder richtiger gesagt, um sich des treffenderen und heute durchweg verwendeten Ausdrucks zu bedienen — der Freistudentenschaft, nicht in Einklang bringen. Die Freistudentenschaft ist die Gesamtheit der an einer Hochschule immatrikulierten Studenten, die keiner Korporation angehören. Für diese Freistudenten ist seit Anfang der 90 er Jahre des vergangenen Jahrhunderts an fast allen deutschen Hochschulen eine von der Universitätsbehörde anerkannte und l) Nach dem alten Grundsatz audiatur et altera pars geben wir die durch den Artikel in Nr. 6. dieser Zeitschrift veranlaßten obigen Ausführungen wieder.