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Im deutschen Reich · 1909-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1909) · p. 401

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1909)
Article
Die Blutbeschuldigung zu Küps 1797
Date
1909-07-01
Page
401 (sequence 1)
Language
German
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Im deutschen Reich. Zeitschrift des Cestralvereivs drutfcher Staatsbürger jüdischen Kianbenr. Erscheint zroölfmal im Jahre. XV. Iahrg. Berlin, Juli-August 1909 Mr. 7/8. Die WlirLöeschutdigimg z« Küps 1797. Bon Pfarrer H e i n r i ch Pöhl in ct n n in Küps (Oberfranken). Im Marktflecken Küps vorm Frankenwalde, an der Bahnlinie LichLenfels-Probstzella-Berlin, befand sich bis 1900 mehrere Jahrhunderte hindurch eine jüdische Gemeinde. Ihr Dasein führte sich auf die Ortsherrschaft der Reichsfreiherren von Redwitz zurück, die, wie viele Edelherren, je und je der Bankiers bedurften. Jene ritterschafttichen Territorialherren hatten sogar in Küps für die Juden des „Ritterkantons Gebürg" einen gemeinsamen Friedhof eingeräumt (1580), „wo sie ihre Tote gegen Erlegung eines gewissen Preises (Totenzoll) zur Erde bestetigen derfen". Noch heute besteht am Ostende des Ortes, der durch seine teilweise künstlerisch geschmückten Sandsteingrabdenkmäler hochinteressante „Judenfrehth^", der Grabinschriften bis in das Jahr 1625 zurück aufweist. An der letzten, 1769 erbauten, 1900 mir dem Verschwinden der jüdischen Gemeinde niedergelegten Synagoge war als jüdischer Religionslehrer Marx Abraham angestellt, in welchem „die Blutbeschuldigung zu Küps 1797" ihren Attentäter haben sollte. Auf dem Dachboden der drei Stunden von hier entfernten Synagoge zu Altenkundftadt fand nämlich vor mehreren Jahren der Distriktsrabbiner Or. Goitein von Burgkundstadt in Staub und Moder vergraben ein Aktenbündel, das in Originalschrift drei Dekrete der sürstbischöflichen Regierung zu Bamberg, ein Schreiben des Amtmanns von Unterlangenstadt, sowie des SLadtvogtes von Burgkundstadt

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