Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1909)
- Article
- H., Karlsruhe
- Date
- 1909-05-01
- Page
- 322 (sequence 3)
- Language
- German
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Im deutschen Reich. 322 Defektur bezw. Rezeptur ausschließlich Herren christlicher Konfession verlangen. F. L. Mülhausen. Der geradezu unerhörte Ausgang des in Mülhausen stattgehabten Prozesses gegen den Rittmeister Grafen von Gersdorf, über den die Tagespresse berichtest wird für uns Gegenstand weiterer Behandlung sein.; 1 * Kiicherschau. Df. Siegfried Lichtenstaeöter: Eduard (9 l a s e r. Sonderabdruck aus dein Jahrb. f. jüd. Gesetz, u. Literatur. Berlin 1909. Man neigt wohl zu der Ansichst daß anerkannte Gelehrte, deren Forschungen der Wissenschaft wesentliche Dienste geleistet haben, heutzutage mit Leichtigkeit die ihrer Bedeuturig entsprechende Stellung finden. Daß dem nicht so isst zeig.t die vorliegende Lebensskizze Eduard Glasers, eines Gelehrterl, der irr der Sabäistik (d. i. die Erkundung des Landes Saba in Südarabien, dessen Königin, wie die Bibel berichtest die weite Reise nach Jerusalem machte, um den König Salomo zu besuchen) Autorität war und in ihren Hilfswissenschafterr vielen Großen an die Seite zu ftcffeu wäre. Durch eigenes Studium eignete er sich umfassendste Kenntnis des Arabischen und der verwandten Dialekte an, machte sich in der Astronomie bewandert und brachte von vier unter schwierigsten Verhältnissen durchgesührten Forschungsreisen ungeheuer wichtiges Material nach Europa. Gleichwohl erhielt er keinen Lehrstuhl, der ihm die materiellen Sorgen genommen hätte ija, man machte es ihm noch zum Vorwurf, daß er, um seinem Forschungsdrange Nachkommen zu können, von seinen Reisen wichtige Külturzeugnisse heimbrachte imb verkaufte). Woran dies gelegen hat? — Man wird es nicht feststelleu können; auch der Berf., der als Freund Glasers eine intimere Kenntnis der Dinge hat, vermag keinen Grurnd zu erkennen. Vielleicht aber hat doch die persönliche Eigenart Glasers, der als Mensch groß und edel war, als Gelehrter aber einen ungeheuren Stolz besaß, wie sein Freund, Pros.' Hornmel- München, sagt, viel dazu beigetragen, nämlich sein krankhaft