Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1909)
- Article
- Stenographischer Bericht über die ordentliche Mitgliederversammlung
- Date
- 1909-03-01
- Page
- 263 (sequence 41)
- Language
- German
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Ordentliche Mitglieder-Versammlung (Vorstandswahlen). 268 auch nicht, daß wir uns der Mühezu unterziehen brauchen, eine Zettelwahl vorzunehmen, sondern die Sache ist viel einfacher, im Statut steht nichts von einer Zettelwahl. Wenn also der Antrag gestellt wird, die Herren, die auf der Liste stehen, wiederzuwählen, dann ist nach meinem Dafürhalten über diesen Antrag einfach durch Handaufheben abzustimmen, und der Antrag wird sicher mit derselben Mehrheit angenommen, wie der vorige Antrag. (Zustimmung.) Vorsitzender: Ich muß allerdings meinen Irrtum berichtigen. In den Statuten ist kein Wort von Zettelwahl vorgeschrieben; das war ein Lapsus. Herr Rosenthal: Nach den Worten des Herrn Rechtsanwalts Dr. Geiger ziehe ich meinen Widerspruch zurück. Herrn Cohn gegenüber möchte ich betonen, daß ein demokratischer Grundsatz doch das Recht der Minderheit ist, und ich glaube, daß bei dem verschiedenartigen parteipolitischen Standpunkte, auf dem Herr Cohn und ich stehen, wir uns darüber, was zu den demokratischen Grundsätzen' gehört, nicht einigen werden. Vorsitzender: Das gehört nicht zur Sache. — Es ist also lediglich ein Antrag auf en dloe-Wiederwahl gestellt, und ein Widerspruch jetzt nicht erhoben. Wenn kein Widerspruch erfolgt, stelle ich fest, daß die en dloe-Wiederwahl beschlossen ist. (Lebhafter Beifall.) Herr Fabian (zur Geschäftsordnung): Ich wollte nur feststellen, daß die Auffassung des Herrn Landtagsabgeordneten Dr. Cohn irrtümlich ist, wenn er sagte, daß die Meinung der Majorität der Versammlung bereits zum Ausdruck gelangt wäre. (Vorsitzender: Das gehört nicht zur Geschäftsordnung!) Ich wollte nur feststellen, daß in der Versammlung der Antrag Schemel keine Mehrheit gefunden hat, aber immerhin, wenn ein Vermittlungsantrag gestellt gewesen wäre. . . Vorsitzender: Wie man zur Geschäftsordnung erörtern kann, was gewesen wäre, wenn ein anderer Antrag gestellt worden wäre, der nicht gestellt worden ist, das verstehe ich nicht. (Heiterkeit und Sehr richtig!) Wir kommen zum nächsten Punkte der Tagesordnung: