Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1909)
- Article
- Stenographischer Bericht über die zweite Delegierten-Versammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (21. Februar 1909)
- Date
- 1909-03-01
- Page
- 172 (sequence 44)
- Language
- German
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Im deutschen Reich. hören, daß die größte Tätigkeit von Mund zu Mund und Ohr zu Ohr, um mit den Worten der geehrten Referentin zu sprechen, geschehen soll. (Heiterkeit.) Ich bitte Sie dringend, die Frauen- Organisation nicht als Nebensache zu betrachten, ebensowenig wie die Organisation der Jugend. Sie tuenden für den Verein außerordentlich viel getan haben, wenn Sie sich auf diesen. Gebieten praktisch betätigen und so schnell wie möglich. (Bravo!) Ein Antrag, die Redezeit auf fünf Minnteu zu beschränken, wird mit großer Majorität angenommen. Herr Max Hirsch-Stettin: Das Referat von Frau Schwarz war so wunderschön, daß inan für das Material, das uns die Frauen liefern können, nur dankbar sein kann. Wir in Stettin wollen in nächster Zeit auch den Versuch wagen, die Frauen für unseren Verein heranzuziehen. Gelingt es uns, so bin ich überzeugt, daß alles, was-die Referentin gewünscht und erhofft hat, bei uns erreicht wird. Denn gerade wir in Stettin haben die Neberzeugung gewonnen, daß die Frauen fürchterlich viel leisten können (Heiterkeit) auf dem Gebiete der sozialen Tätigkeit, so viel, daß wir Männer uns daran ein Beispiel nehmen können. Daher begrüße ich es auf das freudigste, daß der Central-Berein jetzt auch die Hilfe der Frauen für sich gewinnen will. (Bravo!) V o r s i h e n d e r: In Stettin ist man in der Tat auf teilt richtigen Wege. Dort wird eine Dame, unsere bewährte Frau Direktor May, einen Vortrag halten. Ich empfehle das allen Ortsgruppen zur Nachahmung. Wir kämen dann zur Organisation 6er jüdischen Jugend. Referent Rabbiner De. Jacob - Dortmund: Meine Damen und Herren! Das Thema, das ich vor Ihnen zu behandeln habe, ist bereits Gegenstand einer Beratung in einer unserer Landesgruppen gewesen, nämlich der rheinisch-westfälischen in Essen vor einigen Monaten. Der Vorstand unseres Vereins hat sich ein großes Verdienst erworben, indem er auf die Tagesordnung der heutigen Delegiertenversammlung die „Organisation der jüdischen Jugend" gesetzt hat, denn er hat damit eine Frage zum Gegenstand seiner Beratungen und seiner Fürsorge gemacht, deren richtige Beantwortung und Durchführung nicht nur für die Zukunft unseres Vereins, sondern auch des