Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1909)
- Article
- Stenographischer Bericht über die zweite Delegierten-Versammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (21. Februar 1909)
- Date
- 1909-03-01
- Page
- 143 (sequence 15)
- Language
- German
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Delegierten-Versarnmlung (SatzungsenLwurf). 143 sein sollen > als die Generalversammlung, nicht das Schauspiel der Uneinigkeit geben. (Sehr richtig!) Treten wir so vor die Generalversammlung, daß diese nicht schon nach dem ersten Exempel, das wir geben, sagt, die Leute können wir in Zukunft nicht als Ersatz für die Generalversammlung gebrauchen. (Bravo!) Also ich bitte, lassen Sie die Mugdanaffäre heute ruhen, kürzen Sie wenigstens die Debatte ab. Herr Dr. Feldmann- Stuttgart (zur Geschäftsordnung): Ich habe im Namen sämtlicher württembergischen Delegierten zu erklären, daß wir nicht zwölf Stunden hierher gefahren sind, um uns eine stundenlange Debatte über eine Berliner Stadtverordnetenwahl anzuhören. (Bravo! bei den Süddeutschen.) Ich erlaube mir, die Anwesenden darauf aufmerksam zu machen, daß heute früh im Vorstande schon zwei Stunden über diesen Fall Mugdan debattiert worden ist. Das ist nicht unsere Sache. Es ist gesagt worden, dies oder jenes liegt im Interesse der Berliner Stadtverordneten. Uns ist das egal. Da haben wir nichts dreinzureden. Wir sind hierher gekommen, um die neuen Satzungen und die Organisationsfragen zu besprechen. Wir bitten dringend, daß man auf die süddeutschen Vertreter Rücksicht nimmt und nicht nur Berliner Angelegenheiten behandelt. (Lebhafter Beifall.) Der Vorsitzende: Wenn wir jetzt aus der Diskussion zur Sache eine Diskussion zur Geschäftsordnung machen, so kommen wir gerade so weit. (Sehr richtig!) Ich möchte Vorschlägen, daß wir die ganze weitere Debatte über den Fall Mugdan bis dahin vertagen, wo wir unseren wichtigsten Gegenstand, die Beratung der Satzungen, erledigt haben. Bitte, tun Sie der Sache den Gefallen und beraten Sie jetzt den Satzungsentwurs. Ich will damit nicht ein Expediens geben, damit der Fall Mugdan nachher unter den Tisch fällt, sondern ich werde dafür sorgen, daß er daran kommt. Aber wir müssen bis morgen den Satzungsentwurf der Delegiertenversammlung haben. Ich werde also, wenn sich kein Widerspruch erhebt, die Debatte über den Fall Mugdan vertagen und zur Beratung des Satzungsentwurfes übergehen. (Lebhafte Zustimmung.) Ich nehme diesen Antrag als angenommen an und erteile das Wort dem Referenten über den 'SatzungsenLwurf, Herrn Rechtsanwalt Wreschner. Ich verspreche Ihnen allen, die ihr Herz noch voll haben. Sie werden iw Lause