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Im deutschen Reich · 1909-02-01 · Heft 2 (Februar 1909) · p. 123

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 2 (Februar 1909)
Article
Der Schmelztiegel
Date
1909-02-01
Page
123 (sequence 3)
Language
German
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Bücherschau. 12?» Rassenantisemitismus von Gobineau, Chamberlain und deren Nachbetern der denkbar größte Widersinn ist. Die Bostoner Zeitschrift „Globe" schreibt: „Die Aufnahme Prof. Adlers, dessen jüdisches StammesLum und dessen Ausbildung zum jüdischen Theologen im offiziellen Verzeichnis der Berliner Universität verzeichnet ist, hat eine mehr denn rein akademische Bedeutung. Als amerikanischer Professor an einer preußischen Universität empfängt er E h r e n und Auszeichnungen, auf welche deutsch-jüdische Professoren vergeblich warten sollen. Eine Sendung wie die Dr. Adlers überragt natürlich alle akademischen Abgrenzungen, und seine Aufnahme seitens der demokratischen Intelligenz der Berliner Universität muß einen merklichen Einfluß aus das öffentliche Gewissen bezüglich der Gleichberechtigung und brüderlichen Achtung der Juden ausüben." — Au den Erfolg der amerikanischen Austausch- Professoren in Berlin eine solche Hoffnung zu knüpfen, erscheint aber zurzeit leider etwas gewagt. Mcherschau. Bei der Redaktion sind eingegangen: Unsere Tora. Religiöser Vortrag, gehalten von Rabbiner vr. Joseph Eschelbacher. Verlag von Louis Lamm, Berlin 1909. Dritter Bericht hes Bezcrlel. Verein zur Verbreitung von Kunstgewerbe und Hausindustrie in Palästina unb den Nachbarländern. Berlin, Dezember 1908. Eingesandt. Der Fall Mugdan hat auch die nicht unmittelbar beteiligten, nicht in Berlin wohnhaften jüdischen Kreise lebhaft interessiert, denn die Stellungnahme zu dieser Angelegenheit ist von prinzipieller Bedeutung. Um so bedauerlicher ist es, daß die Erklärung des Vorstandes des Central-Bereins in der letzten Nummer der Vereinszeitschrift mir — und auch wohl vielen Mitgliedern — völlig unzureichend erscheint. Ob das Verhalten des Herrn Justizrat Lövinson tadelnswert gewesen ist oder nicht, ist völlig Nebensache. Selbst wer der Meinung ist, daß ein Vorstandsmitglied eines jüdischen Vereins unter keinen Umständen die Kandidatur eines Tüusliügs gutheißen kann, wird das unrichtige Verhalten des um den Verein

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