Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1909)
- Article
- Zur Naturgeschichte eines antisemitischen Redakteurs
- Date
- 1909-02-01
- Page
- 120 (sequence 2)
- Language
- German
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1 20 Im deutschen Reich, „Wahrheit" bezeichnet worden ist, ist dieser natürlich peinlich. Das „Berliner Tageblatt" berichtet: „Durch die Haftentlassung Dahsels ist natürlich der gegen ihn bestehende Verdacht der Beihilfe zur Erpressung nicht hinfällig geworden. Im übrigen sendet uns der Herausgeber der „Wahrheit" mit Bezug auf die Meldung über die am 9. Januar in der „Wahrheit" veröffentlichte No Liz.„Auffällig" eine „Berichtigung", der wir Raum geben: „Die Behauptung, daß Dahsel zu diesem Artikel der „Wahrheit" in Beziehung stehe, ist unwahr. Wahr ist, daß Dahsel weder die Notiz geschrieben, noch bei deren Aufnahme in die „Wahrheit" in irgendeiner Weise mitgewirkt hat. Der Artikel „Auffällig" in der „Wahrheit" vom 9. Januar behandelt eine ganz andere Angelegenheit als die des Grafen F., der, da sein Name in die andere, dort erörterte Angelegenheit hineinspielte, nur ganz nebensächlich genannt war. Die „Wahrheit" hat bei der Veröffentlichung der Notiz nicht das geringste Interesse an der Person des Grafen F. gehabt." Dazu bemerkt das „Tageblatt": „Wir lassen es dahingestellt sein, inwieweit Dahsel, der regelmäßige Mitarbeiter der „Wahrheit", durch die Notiz „Auffällig" zu seiner Aktion gegen den Grafen F. veranlaßt worden ist. „Auffällig" bleibt es zum mindesten, daß ein paar Tage nach diesen versteckten Anspielungen die Erpressungsversuche an dem Grafen F. begannen." In der eigenen Zeitschrift verwahrt sich die Redaktion der „Wahrheit" außerdem feierlich dagegen, daß Dahsel-jemals einen bestimmenden Einfluß auf die Aufnahme oder Ablehnung der Artikel gehabt habe, vielmehr sei es in jedem einzelnen Falle Sache der Redaktion gewesen, darüber zu entscheiden, ob Dahsels Artikel ausgenommen werden sollten oder nicht. Daun fügt das Organ des Abg. Bruhn hinzu: „Der „Berliner Zeitung am Mittag" verdenken wir es weiter nicht, daß sie uns eins auszuwischen sucht; ebensowenig dem „Berliner Tageblatt", vom „Vorwärts" gar nicht zu reden. Anders liegt die Sache bei einigen anderen Zeitungen. Die „Deutsche Tageszeitung" z. B. hätte sagen müssen, daß Dahsel auch ihr Beiträge geliefert und als früherer Herausgeber einer „Korrespondenz" des Bundes der Landwirte für eine größere Anzahl auswärtiger Zeitungen dein Bund Dienste geleistet hat. Auch die „Tägliche Rundschau", durfte ntcfit nur von der