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Im deutschen Reich · 1908-12-01 · Heft 12 (Dezember 1908) · p. 709

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 12 (Dezember 1908)
Article
Berlin
Date
1908-12-01
Page
709 (sequence 2)
Language
German
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Korrespondenzen. 709 Lehranstalten sind 0 jüdische Oberlehrer angestellt, in Frankfurt a. M. 3, je 2 in KattoWitz und Charlottenburg, je 1 in Danzig, Krossen, Magdeburg, Kalbe. Unter den insgesamt vorhandenen 5190 städtischen Oberlehrern ist der Prozentsatz der jüdischen Oberlehrer gleich 1,29. 94 haben den Titel Professor mit dem Rang der Räte IV. Klasse. Au den seit Ostern 1906 bestehenden „städtischen Realgyrnnasialklassen für Mädchen" unterrichteten am 1. Mai d. I. sieben Oberlehrer, darunter zwei Juden, von denen einer seitdem an ein Berliner Realgymnasium versetzt, der andere als Direktor einer Anstalt nach Hamburg berufen worden ist. An höheren Mädchenschulen finden sich drei jüdische Ober- Lehrer, zwei in Berlin, einer in Charlottenburg. Es ergibt sich also mit diesen die Gesamtzahl von 99. — Anstellungsfähige Kandidaten waren am 1. Mai sechs vorhanden, zwei Altphilologen, vier Mathematiker, davon drei in Frankfurt am Main, je einer in Berlin, Kassel, Koset; drei von ihnen waren vollbeschäftigt. Probanden waren ebenfalls sechs, davon zwei klassische Philologen, vier Neusprachler, Seminarkandidaten vier (davon drei in Berlin), zwei Mathematiker, ein klassischer Philologe, ein Neusprachler; der Nachwuchs an jüdischen Kandidaten ist also sehr dürftig. — Die „Berliner Bolksztg." berichtet: Fünfundzwanzig Berliner P r i v a L - M ä d ch e n s ch u l e n haben sich narb dem Bekanntwerden der Bestimmungen in den neuen Verfügungen über das höhere Mädchenschulwesen bereit erklärt, ihre Schulen als h ö h e r e Mädchenschulen weiterznführen. In einer dem Magistrat übersandten Denkschrift haben sie aber darauf hingewiesen, daß dies in Berlin keiner Privatschule möglich ist, wenn ihr nicht von anderer Seite wesentlich 511 Hilfe gekommen wird. In der ausführlichen Begründung der Denkschrift wird auch darauf hingewiesen, daß der jährliche Zuschuß für eine Schülerin in einer höheren städtischen Schule sich aus 47 Mark gestellt hat. Dazu beuiertt die „Volkszeitung" : „Die Petenten wollen also einen st ü d t i s ch e n Z u s ch u ß haben. Haben nicht verschiedene dieser Privatmädchenschulen, die jetzt um den Abfluß begabter Schülerinnen besorgt sind, seit Jahren konsequent jüdische S ch ü lerinnen zurnck g e w i e s e n? War dieses Verfahren Glicht Gegenstand der Erörterung in der Stadt-

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