Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1908-10-01 · Heft 10 (Oktober 1908) · p. 588

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 10 (Oktober 1908)
Article
[Ohne Titel]
Date
1908-10-01
Page
588 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
address
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2316602-2316766-2316776--18283-2340706
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

568 deutschen Reich. Sie in Ihrer Zeitschrift eine entsprechende Berichtigung bringen werden." Die Berichtigung auf Seite 298 der Handels-Wacht lautet, soweit sie hier interessiert, folgendermaßen: „Wir hatten in einem Aufsätze über „die Berufswahl der schulentlassenen Jugend" (Nr. 14/1908) u. a. geschrieben: „Immerhin ist der hohe Prozentsatz der Volksfchüler ein Zeichen davon, daß dem Stande viel minderwertiges Material zugeführt wird, denn ein großer Teil der Volksschüler beendet die Schulpflicht, ohne das Ziel der Volksschule erreicht zu haben/' Indem nun die sozialdemokratische Presse den Nachsatz einfach unterschlägt, benützt sie diese Feststellung zu folgendem verlogenen Ausfälle gegen uns und den Verband." Siehe Septemberheft S. 520. — In dem Artikel „Verkehr mit Rußland", der in unserem Septemberheft veröffentlicht wurde, haben wir auf Grund des amtlichen Berichts über die Tagung des amerikanischen Kongresses vom 11. Februar 1908 nach gewiesen, daß unsere Glaubensgenossen in der Neuen Welt in bezug auf den Verkehr mit Rußland keineswegs besser gestellt sind als die Juden im Deutschen Reich. Außerdem haben wir darauf verwiesen, daß selbst der demokratische Nationalkonvent in Amerika es für nötig erachtete, in einer öffentlichen Erklärung zu versichern, er werde für prompte Verhandlungen mit der russischen Negierung behufs Beseitigung der Unterscheidung amerikanischer Staatsbürger nach Rasse und Glauben eintreten. Weil trotzdem noch aus einzelnen uns zugegangenen Mitteilungen hervorzugehen schien, daß bei manchen deutschen Juden die irrtümliche Annahme noch immer fortbesteht, daß die amerikanischen Juden unbehindert nach Rußland reisen könnten, ergänzen wir unseren Artikel „Verkehr nach Rußland" durch den nachstehenden Bericht des Newyorker Blattes „American Hebrew": „Ein bayerischer Kaufmann ersuchte um einen Paß, um nach Rußland zu reisen. Beim Empfang des Passes war er erstaunt, darauf seine jüdische Abstammung verzeichnet zu finden. Er wandte sich mit einer Bittschrift an die Regierung gegen diese Schaustellung des religiösen Unterschiedes. Dieses Gesuch wurde durch eine Anzahl angesehener Juden unter-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.