Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 9 (September 1908)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1908-09-01
- Page
- 518 (sequence 14)
- Language
- German
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LI 8 Hm deutschen Reich. M i ß b i l 1 { g u n g und unseren Abscheu vor der U n m e n s chl i ch k e i t ausdrücken, die T o l st o i b e s ch r e i b t. Möge der große König der Könige geben, daß die schwellende Entrüstung der Zivilisierten Welt als Flamme emporlodere, die in die finstersten Plätze der russischen Bnreaukratie dringt, und die Herrschenden zwingt, mit der Reihe nichtiger und schrecklicher Grausamkeiten ein Ende Zu machen/' — Wo Unrecht geschieht, mag stets das Wort ertönen: „Ich kann n i ch t s ch w eigen!" und immer wird sich dann das Wunder erneuern, daß die Mauern von Jericho vor dein bloßen Schall der Posaunen Zusammenbrechen! A. L. * K-rresponderrzerr. * Berlin, 24. Aug. In der „Ztschr. f. Schulgesundheits- ' pflege" (21. Jg. 1908/veröffentlicht Dr. med. I u f i u s M o s e s i n M a n n h e i m „ein Nachwort zur D a r m st a d t e r V e r - s a in m 1 u n g des D e u t s ch e n Verein s f ü r S ch u l - g e f u n d h e i t s p f l e g e" und teilt darin mit, daß das ihm erst in Aussicht gestellte medizinische Referat über die Mädchenschulhygiene Herrn Prof. Dr. Schmidt in Bonn mit der unzutreffenden Begründung erteilt worden fei, daß dieser die Frage Zuerst angeregt habe. In Darmstadt habe ihm der Vorsitzende des Deutschen Vereins für Schulgesundheitspflege aber offen erklärt, er habe sich unter. Hinweis auf seinen in Baden unter allseitigem Beifall gehaltenen Vortrag für ihn eingesetzt, der Vorstand habe ihn aber w e g e n s e i n e S Namens abgelehnt, nicht aber wegen seines Namens als Schulhygieniker, sondern wegen seines alttestament a r i s ch e n C h a r a k t e r s. Es sei in jener Sitzung .erklärt worden, daß, wenn sein Name als Referent auf der Tagesordnung stünde, das p r e u ß i s ch e M i n i st e r i u m sich aus keinen Fall in Darmstadt vertreten lassen würde. Dr. Moses-Mannheim schreibt: „Das Vorgehen des Vereinsvorstandes Zielr darauf hinaus, die Mitglieder, die gleich mir mit der ohnehin nicht leicht Zu tragenden Bürde eines alttestamentarischen Namens belastet sind, zu Mitgliedern