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Im deutschen Reich · 1908-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1908) · p. 448

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1908)
Article
Berlin
Date
1908-07-01
Page
448 (sequence 4)
Language
German
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448 Im deutschen Reich. Einende für wichtiger als das Trennende. Die Zionisten haben die Möglichkeit, wenn sie eifrig Mitarbeiten, neben dem Abwehrgedanken auch dem Gedanken einer Beeinflussung der deutschen Judenheit in jüdischem Sinne zu dienen." Herr Dr. Friedemann teilte nachstehende Resolutionen mit, auf die sich das C. C. geeinigt hatte: „1. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland lehnt, ohne die Stellungnahme der einzelnen zu beschränken, für sich als Organisation jedes Eingreifen in die innerpolitischen Kämpfe Deutschlands und daher jede Unterstützung einzelner politischer Parteien ab. 2. Der 11. Delegiertentag begrüßt das Wirken der anderen großen jüdischen Organisationen, soweit es der Gliederung und Zusammenfassung der gesamten Judenschaft, sowie der Stärkung des jüdischen Selbstgefühls und Volksbewußtseins dient. Der Telegiertentag spricht die Hoffnung aus, daß es gelingen werde, alle jüdischen Organisationen im gemeinsamen Handeln im Gesamtinteresse der Judenheit, insbesondere in bezug aus Palästina, zusammenzufassen." Im übrigen sei erwähnt, daß Herr Rechtsanwalt Or. Kollenscher- Posen über „Die Stellung zu jüdischen Gemeindefragen" sprach und Herr Rechtsanwalt vr. Ascher-Dessau das Thema „Die politische Stellung der Juden in Deutschland" behandelte. — Die Verschmelzung des Leipziger Handlungsgehilfen-Berbandes mit dem deutsch-nationalen H a nd l u n g s g e h il s en-V e r b an d ist als endgültig gescheitert anzusehen. Man hat sich nur über ein gemeinsames Vorgehen auf sozialpolitischem Gebiet verständigen, aber in der Frage der weiblichen Angestellten nicht einigen können. Zu diesem Ausgang kann man dem Leipziger Verband nur Glück wünschen, denn Gutes wäre für ihn aus der Fusion nicht herausgekommen. In der Nr. 23 der Naumannschen Zeitschrift „Die Hilfe" wurde die angebliche parteipolitische Neutralität des deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verbandes entschieden bestritten und gesagt: „Die Verwaltung besteht nur aus waschechten Antisemiten, die ihre antisemitisch-agrarischen Parteiansichten schon zu wiederholten Malen den Jnterressen der Handlungsgehilfen vorangestellt haben, und darum auch jetzt wieder nicht wollen, daß Handlungsgehilfenkammern auch über allgemeine Handels- und Zollpolitik etwas zu sagen haben. Es soll eben nichts gegen die herrschende Agrarpolitik

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