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Im deutschen Reich · 1908-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1908) · p. 447

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1908)
Article
Berlin
Date
1908-07-01
Page
447 (sequence 3)
Language
German
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Korrespondenzen. 447 Mitglieder im vergangenen Jahr abermals um Tausende zugenommen hat. — Den am 8. und 9. Juni in Breslau abgehaltenen 11. deutscher: Delegierte n tag der Z i o n i st i s ch e n Vereinigung, dem 120 Delegierte Leigewohnt haben, eröffnete Herr Rechtsanwalt Dr.. Bodenheimer mit einer Ansprache, in der er bemerkte, die deutschen Juden seien sich ihrer staatsbürgerlichen Pflichten gegen das deutsche Vaterland voll bewußt. Anderseits müßten sie aber auch mit aller Entschiedenheit darauf bestehen, daß ihnen ihre staatsbürgerlichen Rechte weder im Wege der Gesetzgebung noch der Verwaltung gekürzt werden. Er schließe mit dem Wunsche, daß sich die Zeit nähern möge, in der die heimatlosen Massen des jüdischen Volkes auf eigenem Boden, unter Wahrung ihrer Eigenart, ihren Idealen leben können. Hierauf hielt Herr Rechtsanwalt Dr. K lee - Berlin einen Vortrag über „D ie großen j ü d is ch e n O rg a n isaLio n e n in Deutschland". In der „Jüdischen Rundschau" wird aus dem Teil des Vortrages, der unfern Central-Berein betrifft, folgendes mitgeteilti „Redner ist sich bewußt, auf diesem Gebiete andere Ansichten zu vertreten als ein Teil der zionistischen Allgemeinheit. Die Begründung des Eentral- Vereins war zu ihrer Zeit eine Tat, und zwar eine moderne, denn sie folgte aus dem Prinzip der Selbsthilfe. Es heißt zwar im Programm: Die Juden der verschiedenen Länder hätten lediglich das Religiöse gemeinsam, und diesen Punkt können wir Zionisten, für die ein Stammes- und Volksbewußtsein das ausschlaggebende ist, weder billigen noch unterschreiben. Kann uns das aber verhindern, mitzuarbeiten? Wenn auch leider zu konstatieren ist, daß gegenüber wahrhaft fortschrittlichen gut jüdischen Persönlichkeiten in der Central-Leitung in Berlin es auch Ortsgruppen gibt, welche rückschrittlich sind und unsere Ortsgruppen bekämpfen, so ist doch und bleibt der Kampf gegen den Antisemitismus unumgänglich und wertvoll. Neben unserer, der zionistischen Arbeit, die das Nebel an der Wurzel zu packen sucht, ist auch solche Augenblicksarbeit notwendig, so notwendig sogar, daß, wenn der Verein nicht existierte, etwas Aehnliches zu schaffen unsere Aufgabe wäre. Er persönlich halte die Unter st ü tz u n g der A r - beit des C e n t r a l - V e r e i n s f ü r n ü tz l i ch , das

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