Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1908)
- Article
- Berlin
- Date
- 1908-06-01
- Page
- 363 (sequence 3)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 363 band es der jüdischen Lehrervereine, Rektor Feiner in Hamburg, wurde dem Ausschüsse zugewählt. Die Mitteilung, daß die vom Verbände veranlagte Arbeit des Herrn Dr. Freund über das in Preußen geltende jüdische Schulrecht im Drucke vollendet ist und in nächster Zeit im Buchhandel erscheint, wurde mit Befriedigung ausgenommen. — Die Ueberleitungs-Kommission des „Verbandes der deutschen Juden" und des „Deutsch-israelitischen G e m e i n d e b u n d e s" hat kürzlich den deutschen Synagogen-Gemeinden und auch anderen Beteiligten die von ihr herausgegebenen „F i n g e r z e i g e f ü r d i e i n P r e u ß e n bestehenden jüdischen Gemeinden zur Wahrung ihrer Interessen bei der Uebcrleitung des Schulwesens in die vom Gesetz vom 28. Juli 1906 geordneten neuen Verhältnisse", zugehen lassen. Diese sorgsam ausgearbeiteten Fingerzeige geben willkommene Aufschlüsse über die Staatsmittel für jüdische Volksschulen, die Beschaffung des jüdischen Religionsunterrichts, die Beiträge der bürgerlichen Gemeinden zu jüdischen Volksschulen und über die Schuldeputationen und Schulvorstände. — Die Mitglieder der „Deutschen Conferenz- Gemeinschaft der Alliance israelite universelle" haben einstimmig an Stelle des Heimgegangenen Charles L. Hallgarten, Herrn P h i l i p p Schiff i n F r a n k f u r t a. M. zum stellvertretenden Präsidenten der Deutschen Conferenz- Gemeinschaft gewählt.?? Burg bei M a g d e b u r g , 20. Mai. Ein bei dem Landwirt F i n ck e im Nachbarort N i e g r i p p bediensteter Knecht, Johann Richter aus Könitz hatte sich durch allerlei Redensarten über den vor längerer Zeit in Könitz an dem Gymnasiasten Ernst Winter verübten Mord derart verdächtig gemacht, daß sich ein dortiger Einwohner veranlaßt sah, ihn unter Vorwänden hierher nach Burg zu bringen, wo die dann benachrichtigte Polizei alsbald seine Verhaftung veranlaßte. Der Ackerknecht Richter ist aber inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt worden, da sich seine völlige Unschuld herausstellte. Er hatte nur in der Bierlaune allerlei verdächtige Aeußerungen über den Konitzer Mord getan, auf Grund deren sich sein Dienstherr zur Er-