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Im deutschen Reich · 1908-04-01 · Heft 4 (April 1908) · p. 257

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 4 (April 1908)
Article
Moses Mendelssohn [Rezension]
Date
1908-04-01
Page
257 (sequence 1)
Language
German
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Eingesandu Mch er schau Moses Menöelssohrr. Ein Lebensbild für die israelitische Jugend von I. Herzberg, Verlag: M. W. Kaufmann- Leipzig. Der Verfasser dieser mit einem schönen Bilde des Dessauer Mendelssohn-Denkmals gezierten Schrift hat seinerzeit unter dem Titel „Sulamit" jüdische Dichtungen aus alter und neuer Zeit und unter dem Titel „Hebron" Tagen, Legenden und Fabeln aus den rabbinischen Schriften für die von der Verlagsbuchhandlung M. W. Kaufmann in Leipzig begründete neue israelitische Jugendbücherei „Saron" in dankenswerter Weise zusammengestellt. Bon diesen: Verlage ist auch seine jetzt erschienene Arbeit „Moses Mendelssohn. Ein Lebensbild für die israelitische Jugend", unter Mitwirkung der Jugenschriftenkommission der Großloge für Deutschland VIII II. O. B. B. in geschmackvoller Ausstattung herausgegeben worden. In dieser Schrift wird das Wirken des Philosophen Moses Mendelssohn mit warmer Begeisterung geschildert, damit sich das, was er als tiefer Denker, als mustergültiger deutscher Schriftsteller und als für das Los seiner Glaubensgenossen unermüdlich tätiger Jude geleistet hat, den jugendlichen Lesern, auf die Herzberg rechnet, einpräge und sie veranlasse, dem Vorbild des Mannes nachzueifern, der zuerst durch Wort und Beispiel bewiesen hat, daß deutsch und jüdisch keine Gegensätze sind, daß man ein deutscher Patriot und gleichzeitig ein wahrhaft religiöser Jude sein kann und sein soll. Hoffentlich erfüllt die Schrift Herzbergs btefen Zweck. Der treue Freund Gotthold Ephraim Lessings, der fleißige imb gewandte Ilebersetzer des Pentateuchs und der Psalmen, der Verfasser des klassischen Buchs „Phaedon oder die Unsterblichkeit der Seele" und der bedeutungsvollen Schrift „Jerusalem, über religiöse Macht und Judentum", darf nicht der Vergessenheit anheimfallen. Er verdient nicht nur ein Denkmal vor einer jüdischen Knabenschule, sondern auch an solches in den Herzen der jüdischen Jugend, denn sie soll ernten, was Mendelssohn säete: volle Anerkennung der Gleichberechtigung der deutschen Juden und unbehinderte

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