Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 4 (April 1908)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1908-04-01
- Page
- 249 (sequence 11)
- Language
- German
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Jöemnsnnqjricgieit. 249 diesmal bei den Berliner Kaufmannsgerichtswahlen nicht nur nicht zugenommen, sondern nur etwas über 30o/o der Sitze gegen 31 o/0 im Jahre 1905 erworben, ist unrichtig. Richtig ist, daß der Verband, der im- Jahre 1905 nur 3247 Stimmen erhielt, diesmal 4515 Stimmen für seine Kandidaten bekam, daß die Zahl der Beisitzer von 3t auf 57 stieg und daß auch der Prozentsatz eine kleine Steigerung von 31 o o auf 31,7 o/0 erfahren hat." Es war uns bereits am 5. März eine gleichlautende Berichtigung mit der Unterschrift „Die Verwaltung für äußere Angelegenheiten. A. Zimmermann" zugegangen. Wir veröffentlichen die Berichtigung hier vollinhaltlich, ohne uns über den Wert der betreffenden Kalkulation nuszulassen (für die Sache sind die kleinen Bruchteile ohne SBebcutitiu3), können es uns aber nicht versagen, hier eine in u n d e r s a m e B e g e - benheit mitznteileu, die es erklärlich machen dürfte, warum wir weitere Auseinandersetzungen mit der betreffenden Verwaltung möglichst vermeiden möchten. Um zu erfahren, wer der uns völlig unbekannte Herr Zimmermann sei, der von uns am 5. März als Vertreter des Verbandes die Aufnahme einer Berichtigung verlangte/ hatten wir einen Hamburger Anwalt ersucht, die Rechtsverhältnisse des Deutschnationalen .vandlungsgehitfen-Verbandes zu ermitteln. I n u n a wfgeklärter Weise ist diese m 'A n in a l t u n s e r S ch reiben a b h n n d e n g e k 0 m m e n , um ihm am 10. März mit der folgenden Zuschrift wieder znzugeheni „Wir behändigen Ihnen beifolgend ein an Sie gerichtetes Schreiben, das sich in: geöffneten Umschläge soeben in unserm Briefkasten vorfand. Es dürfte Ihnen verständlich sein, daß wir von dein Inhalte des Briefes angesichts der besonderen Umstände seiner Zustellung an uns Kenntnis genomuren haben und infolgedessen seinem Absender an Sie heute eine neue Berichtigung zugestellt haben. An deni Inhalt des Brieses!var uns von besonderem Interesse, daß es deni Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen (Klaubens anscheinend nicht so sehr darauf ankam, in seiner Zeitschrift „Im deutschen Reich" eine unwahre Daistellnng richtig zu stellen, als vielmehr zunächst nach formalen (Gründen zur 'Ablehnung der Aufnahme der Berichtigung zu suchen. Wenn Sie den Aniveisnngen des Eentral-Vereins