Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 3 (März 1908)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1908-03-01
- Page
- 189 (sequence 8)
- Language
- German
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Bereinsnachnäüen. 189 pj e f d) e feit 1 ci u g e r a l s e ine nt I a 1) r z e h n t i in Dien st e der gilt a lo bi c s er F i r m a i n W i c n stehen. Diese erklären auf das Beftintmteste, daß die Leiter der Firma und ihre Chefs gegen die jüdischen Angestellten stets gerecht und human vorzugehen pflegen. Der zitierte Brief aus Köln a. Rh. mag von einem Angestellten der Firma geschrieben sein ohne Kenntnis der Chefs und beruht zweifellos aus einem Mißverständnis. Die jüdischen Angestellten dieser Firma erachten es als eine Schädigung ihrer Stellung, wenn die Firma oder deren Chefs in den Verruf des Antisemitismus gebracht würden. Wir erfüllen somit ein Gebot der Gerechtigkeit, diesen Sachverhalt, wie er uns glaubwürdig dargestellt worden, zur öffentlichen Kenntnis zu bringen/' * ' — Herr Referendar a. D. Dr. jur. AlfredWels ch sendet uns aus der Zitadelle Magdeburg unter Bezugnahme auf die in der Nummer 2 S. 101/102 dieser Zeitschrift vom Februar 1908 enthaltene Notiz eine Berichtigung zu, in der er seinen Uebertritt zum Christentum und die Spende seines Vaters an die Synagoge zugibt, im übrigen aber sagt: „Es ist unwahr, daß ich in einer Gesellschaft das Judentum herabgesetzt habe. Es ist unwahr, daß mich je ein Amtsrichter oder sonst jemand an meine jüdische Abkunft erinnert oder mein Benehmen zu tadeln versucht hat. Es ist unwahr, daß ich aus solchem Grunde einen Amtsrichter oder sonst jemand gefordert habe. Hingegen war ich so töricht, mehrere Herren zu fordern usw. und mit Festungshaft bestraft zu werden, weil ich Aeußerungen derselben auf das Judentum auf meine alten Eltern mitbezog. Es ist unwahr, daß ich vom Justizministerium aus dem Justizdienste entlassen bin. Ich habe aus persönlichen Gründen um meinen Abschied gebeten. Es ist endlich unwahr, daß ich in einem jüdischen Bankhanse bezw. bei dem jüdischen Leiter der Darmstädter Bank in Halle eine Stellung angenommen habe. Ich habe mich niemals mn eine solche beworben."