Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 3 (März 1908)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1908-03-01
- Page
- 187 (sequence 6)
- Language
- German
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Berel nsnachrichlen. 1Ö7 A. 35aer, der seit der Begründung des Eentral-Vereins diesem angehört hat, ist am 23. Februar hier in Berlin verstorben. Am 26. Dezember 1634 in Filehne geboren, war Dr. A. Baer Längere Zeit als Kreiswundarzt und Arzt beim ZuchLhause in Naugard unb von 1872 ab als Arzt beim Strafgefängnis in Plötzensee tätig. 1879 wurde er als Bezirksphhsikus in Berlin angestellt, im deutsch-französischen Kriege 1870/71 er- )part er sich das Eiserne Kreuz zweiter Klasse. * . — Wir hatten wiederum in den letzten Wochen mehrere j r e iwillige Z u w e n d u n g e n unserer Mitglieder zu verzeichnen. Aus Veranlassung eines Vereinsmitgliedes hat uns Herr Rechtsanwalt Max Fränkel als Vergleichssumme itt einer Streitsache am 25. Januar 100 Mart überwiesen. Ein anderes Vereinsmitglied veranlaßte den Schiedsmann, Herrn F. Wege, uns in einer Schiedssache am 13. Februar M. 14,80 511 iibersenden. Am 18. Februar übermittelte uns die Gemahlin eines treuen Vereinsmitgliedes in Stadtoldendorf, Frau C. Ullmann, „zu Ehren des Andenkens unseres verstorbenen Onkels Ephraim Rothschild, dessen hundertjähriger Geburtstag heute ist", 100 Mark. Bon dem Sohne eines kürzlich verstorbenen Irenen auswärtigen Vereinsmitgliedes sind uns noch kurz vor den: Schluß dieser Nummer 200 Mk. mit der Bestimmung übersandt worden, Namensnennung gu unterlassen. Gleichzeitig traf bei uns eine Spende von 14 Mt. ein, deren Absender nur als - N. N., Oranienburgerstraße, bezeichnet war. Für diese freundliche Förderung unserer Bestrebungen drücken wir den Spendern herzlichen Dank aus. * — Der Jubel der Antisemitenpresse über die Aussicht, das holsteinische Nordseebad Büsum in ein „zweites Borkum" verwandelt zu sehen, ist verfrüht gewesen. Nach einer Mitteilung der „Büsumer Nachrichten" über die Generalversammlung des B ü s u m er Badevereius war in dieser Versammlung der Antrag des Hotelbesitzer Rumssen einsümnüg angenommen worden, „der Verein wolle die Bade kommisston ersuchen, auf der ersten Seite des Prospektes und in den Anzeigen deutlich zu drucken: „Deutsches Bad", um damit die Inden aus Büsum fern zu halten."