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Im deutschen Reich · 1908-03-01 · Heft 3 (März 1908) · p. 171

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 3 (März 1908)
Article
Berlin
Date
1908-03-01
Page
171 (sequence 4)
Language
German
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Korrestoadeuzeu. 171 Antisemitismus zu leugnen. Parasiten vergleichbar Leben die Deutschnationalen von ihren jüdischen Chefs, bei welchen sie sich in gutbezahlten angenehmen Stellungen befinden, um feige hinter ihrem Rücken ihre verhetzende Tätigkeit auszuüben. Was von genialen weitblickenden jüdischen Kaufleuten aufgebaut wurde, wird von diesen Schmarotzern auf solche Weise zu unterminieren und zum Zusammenbruch zu bringen versucht. Unter den hervorragendsten Tugenden der alten Deutschen zählen wir besonders Wahrhaftigkeit und Mut. Die „Deutschnationalen" machen ihren angeblichen Ahnen wenig Ehre. Die Tugenden der Germanen gibt es auch heute noch, sind nur nicht bei den Deutschnationalen zu finden. Jeder wirklich deutsche Mann wird entrüste^ jede Gemeinschaft mit solchen Leuten zurückweisen. Darum müssen sie hinaus aus den von jüdischem Fleiße errichteten Stätten, deren Atmosphäre sie durch ihre bloße Gegenwart vergiften. Tausende liberal denkende jüdische und andersgläubige Gehilfen werden mit Leichtigkeit die entstehenden Lücken ausfüllen und ehrlicher Arbeit und Tatkraft immer zum Siege verhelfen. — Der Akademische Verein für jüdische Geschichte und Literatur feierte am 20. Februar sein 25 jähriges Stiftungsfest. Ueber Ziele und Vergangenheit berichtet Referendar Alfred Lipschitz an anderer Stelle dieser Nummer. Auf dem Feste selbst, das unter regster Beteiligung einen sehr harmonischen Verlauf nahm, überbrachte ein Delegierter des Vorstandes die Glückwünsche des Central-Vereins. Breslau. 10. Februar. Auf Antrag des hiesigen Magistrats ist Herrn Stadtrat Fedor Pringsheim, der wegen seines hohen Alters auf sein Amt als Stadtrat verzichtete, von der Stadtverordneten-Versammlung der Titel „S t a d t ä l t e st e r" verliehen worden. Herr Fedor Pringsheim, der 13 Jahre als Stadtverordneter und 15 Jahre als Stadtrat in Breslau verdienstlich gewirkt hat, gehört seit einer Reihe von Jahren dem Vorstand des Central- Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens an. — Die Breslauer „Industrieschule für israelitische M ad ch e n" soll, wie die „Volkswacht" meldet, eine städtische Schule werden. Der Magistrat hat auf Antrag der erweiterten Kulturkommission beschlossen, sie auf

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