Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1908)
- Article
- Neueste Geschichte des jüdischen Volkes [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 60 (sequence 5)
- Language
- German
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BO Im deutschen Reich. sinnungen der großen Mehrheit der deutschen Juden, wenn unser Autor S. 33 von den in den Diensten König Jöromes gefallenen Jaden sagt, daß sie den „rühmlosen Tod für die „Fremdherrschaft" starben, und S. 83 von den deutschen Juden rühmt, daß sie „glänzende Beweise von Vaterlandsliebe" in den Freiheitskriegen abgelegt haben. Dem ließen sich noch viele ähnliche von der deutschen Gesinnung des Verfassers Zeugnis ablegende Ausführungen seines Buches zur Seite stellen. Um so mehr muß es befremden, daß er und die von ihm geleitete Gesellschaft den Titel „Neueste Geschichte des jüdischen Volkes" gewählt haben. Sicher hätte dre „Geschichte des Judentums und seiner Bekenner" oder eine ähnliche Bezeichnung dem Inhalte des Buches mehr entsprochen. Berlin, 24. Oktober 1907. 0. K. Die Wissenschaft des Judentums, ihr Einfluß auf die Emanzipation der Juden. Vortrag, gehalten auf der Generalversammlung des Rabbrner-Berbandes in Deutschland, von C. Jacob, Rabbiner in Dortmund- Verlag von M. Poppelauer, Berlin, 1907. Der Verfasser weist die Notwendigkeit einer wirklich wissenschaftlichen Behandlung des Judentums nach, die seiner Meinung nach bisher noch gänzlich fehlt. Eine solche ist, wie er meint, nur möglich, wenn sie eingereiht wird in die universitLZ literarnm, in das wissenschaftliche Leben und Arbeiten der Nation und der Menschheit. Dann werde auch erst die Emanzipation zur vollen Wahrheit werden können: „Das Ghetto des Judentums wird nicht eher gänzlich fallen, als bis das Ghetto der Wissenschaft fällt." □ Mein Werk gehört dem Könige. Andachtsbuch für die deutschen Soldaten jüdischen Glaubens von Dr. Max Beermann, Rabbiner der Kreis-Synagogen-Geweinde Insterburg. Das Kriegsministerium hat dieses von den Gemeinden und den jüdischen Logen empfohlene Andachtsbuch genehmigt und an die Generalkommandos entsprechende Verfügung ergehen lassen. Vom Reichskanzler ging dem Verfasser nachstehendes, vom 24. Oktober datiertes Handschreiben zu: „Ew. Hochwohlgeboren 2tte ich für die freundliche Übersendung Ihres Andachtsbuches