Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1908)
- Article
- Berlin
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 40 (sequence 5)
- Language
- German
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40 Im deutschen Reich. Mechaniker, Maler, Gärtner, Buchbinder, Gürtler, Klempner, Tischler, Maurer, Zimmerer, Maschinenbauer) in jeder Beziehung gut ausgebildet zu entlassen. Sie alle erzielen einen guten Verdienst und sind der Anstalt treu anhänglich geblieben. Wohl haben wir in unserem Grundstück Platz für eine höhere Zahl von Zöglingen, nicht aber wissen wir auch nur unsere lausenden Ausgaben durch unsere Emkünfre sicher gedeckt. Das indessen dürfte das unbedingt Notwendigste sein, das erzielt werden muß. Großes ist erreicht, bei weitem Größeres anzustreben! Trage jeder nach seinen Kränen dazu bei, ein Institut zu unterstützen, das in materieller und sittlicher Beziehung die Stellung unserer Glaubensgenossen zu heben geeignet ist! Der Gedanke, der uns leitet, hat in einem Erlasse des preußischen Handelsministeriums volle Anerkennung gefunden; möge die Unterstützung seitens unserer Glaubensbrüder seine immer umfassendere Verwirklichung ermöglichen! Der Jahresbeitrag ist auf mindestens 10 Mark festgestellt. Die immerwahrende Mitgliedschaft wird durch Zahlung von 500 Mark erworben." . * Halle a. d. Saale, 16. Dezember. Am 8. er. hielt die Hallesche Ortsgruppe des Central-Vereins unter dem Vorsitz des Herrn Hermann Blumenthal eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Der Vorsitzende machte auf die Bedeutung des Vereins aufmerksam, und wies mit Befriedigung daraus hin, daß im ganzen deutschen Vaterlands der Verein an Mitgliedern und Ansehen in stetem Wachsen begriffen fei. Der Vorsitzende schilderte den Eindruck, den die Delegierten - Versammlung im Februar dieses Jahre auf jeden Anwesenden gemacht habe, wie erhebend es wirke, daß sich auch unsere jüngere Generation mit Begeisterung und rastloser Hingebung den Interessen des Judentums widme. Ec begrüßte sodann den als Gast anwesenden Herrn LandLagsabgeordneten Dr. Cohn aus Dessau, indem er darauf hinwies, daß derselbe für uns kein Fremder sei, sondern jahrelang gesellschaftlich und freundschaftlich bei uns verkehrt habe. Herr Dr. Cohn nahm sodann zu seinem Vortrage ^Die Selbstverteidigung der deutschen Juden * das Wort und sproch in lichtvoller Weise über die Rechtsverletzungen, die dem Juden gegenüber in Anwendung kommen. Schon die jüdische Jugmd habe unter Zurücksetzungen zu leiden; dadurch werde dem jüdischen Kinde die Jugend verbittert. Noch schmerzlicher sei, daß an den Hochschulen jeder