Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1908)
- Article
- Berlin
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 37 (sequence 2)
- Language
- German
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gtotnefponäensettö 37 vereinen herbeizuführen, verdient nachstehendes Schreiben eines hervorragenden Fachmannes besondere Beachtung: Berlin, den L Dezember 1907. Ich bin auch heute noch der Ueberzeugung, der ich in meinem Gutachten vom 8. Dezember 1893 Ausdruck gab, daß das Schächten vor den sonst empfohlenen Verfahren des Schlachtens, sowohl im Interesse der Hygiene wie des Tierschutzes den Vorzug verdient. Prof. Dr. Th. W. Engelmann, Direktor des physiologische Instituts der Universität Berlin. Das Gutachten des Herrn Geheimrats Prof. Engelmann (vgl. Gutachten-Sammlung S. 57) hat folgenden Wortlaut: ^Jch kann nur meine Verwunderung darüber aussprechen, daß man noch immer fonsäyrt, Gutachten über das jüdisch-rituelle Schlachtverfahren einzuholen. Die Untersuchungen der Physiologen, Pathologen und Tierärzte haben längst in einer für jeden Unbefangenen völlig überzeugenden Weise festgesteüt, daß dies Verfahren vor allen andern den Vorzug und im Besonderen weniger als irgend ernes der sonst empfohlenen oder geübten Verfahren den Vorwurf der Tierquälerei verdient. Es kann sich nach meiner Meinung nur um die Frage handeln, ob nicht das Schächten allgemein an die Stelle der sonst gebräuchlichen SchlachLver^ fahren zu treten habe. Das Interesse der Hygiene wie d as des Tierschutzes scheinen mir entschieden eine Bejahung dieser Frage zu fordernd Die G'gner der jüdischen SchlachtmeLhode, die sich vergeblich abmüyen, den Nachweis zu erbringen, daß das Schächten der Rinder und Kälber eine Tierquälerei sei, sollten lieber ihre Aufmerksamkeit den seit dem Eintritt der kälteren Jahreszeit wieder auf dem Lande begonnenen Hausschlachtungen zuwenden, wenn sie keine Antisemiten, sondern ehrliche Tierfreunde wären. Im „Göttinger Tageblatt^ vom 22. November schildert ein solcher ehrlicher Tierfreund eine solche Hausschlachtung wie folgt: „Minutenlang währt auf den Dörfern das schrille Geschrei der Schweine, ehe es sich in jenes röchelnde Gewimmer auf löst, das den nahen Tod des verblutenden Geschöpfes anzeigt. Leider herrscht fast überall hier zu Lande noch immer die altüberlieferte Unsitte, das Ab-