Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1907)
- Article
- Die Ethik des reinen Willens [Rezension]
- Date
- 1907-12-01
- Page
- 726 (sequence 3)
- Language
- German
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726 Im deutschen Reich. und wahrlich nicht in nebelgrauer Ferne, sondern als das Ideal des Rechtes. Die wahre Ehre ist ihres Trostes gewiß in dem Selbst^ wußtsein, welches von dem Ideal des Rechtes erfüllt ist." Nachtrag. L. Stuttgart, 24. November. Am 10. November veranstaltete der Württembergische Landesausschuß des Cerrtral-Vereins in der großen jüdischen Landesgemeinde Rexingen O.-A. Horb, eine sehr stark besuchte Versammlung. Herr Dr. Feldman n -St uttgart, der Vorsitzende des Landesausschusses, leitete die Versammlung und dankte Zunächst dem Vertrauensmann für Rexingen, Herrn Max Hirschfelder und dem Lehrer der dortigen jüdischen Gemeinde, Herrn S. Spatz für ihre Tätigkeit im Interesse des Vereins. Herr Rechtsanwalt Dr. Wolfs- Stuttgart, der Redner des Abends, ergriff hierauf das Wert und schilderte in klarer, überzeugender Weise unter Anführung von Beispielen die segensreiche Wirksamkeit des Central-Vereins: sein Eintreten für die Besserung der Rechtsverhältnisse und staatsbürgerlichen Stellung unserer Glaubensgenossen, sein Vorgehen gegen die lügenhafte antisemitische Berichterstattung, gegen die Umtriebe der Schächtgegner und gegen die judensemdlichen Bestrebungen des Deutschnationalen HandluNgsgehilfeNverbandes. Er sprach ferner von der inneren Mission des Vereins zur Hebung der Selbstachtung der Juden und zur Stärkung ihres Verantwortlichkeitsgefühls, welches jedem Juden Zu jeder Zeit vergegenwärtigen muß, daß sein Tun zum Maßstab der Taten aller Juden genommen wird. In der angeregten Diskussion wies u. a. Herr Lehrer Spatz darauf hin, daß der Verein auch in Rexingen und Umgebung bei mancherlei Zurücksetzungen und Beleidigungen von Juden Gelegenheit zur Arbeit finden werde. Er sprach ferner über die verschiedenen Tätigkeitsgebilde des Central-Vereins und des Verbandes der deutschen Juden. Herr Dr. Feld m anu besprach die Art und Weise, wie der Verein im einzelnen Falle zur Abschaffung von Mißständen vorgeht, und machte Mitteilung über die Organisaiion des Vereins, speziell über die Bildung des Württembergischen Landesausschusses, der den süddeutschen Verhältnissen Rechnung trägt.