Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1907)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1907-12-01
- Page
- 709 (sequence 2)
- Language
- German
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VereinsrmchrichtLN. 709 Hot dann in längerer, oft von Kundgebungen freudiger Zustimmung unterbrochener Rede geschäftliche Mitteilungen. Er ermähnte dabei den abermaligen erheblichen Zuwachs an Einzelmitgliedern, sowie die vorbereitete Verschmelzung der „Vereinigung badischer Israeliten^ mit dem Central-Verein, der dann alle Teile Deutschlands umfassen werde. Die Größe des Vereins habe eine Art Dezentralisation nötig gemacht; deshalb sei mit der Begründung zahlreicher Ortsgruppen Vorgegangen worden, deren Zahl sich beständig in erfreulicher Weise vermehre; durch sie werde der Vorstand entlastet, ohne daß der Einstuß der Centrale auf alle Geschäfte sich vermindere. Eine in dem verflossenen Halbjahr entfaltete lebhafte Versammlungstätigkeit habe die Bereinssache sehr gefördert und es stehe Zu hoffen, daß dies in der Winterzeit noch in verstärkter Weise der Fall sein werde. Leider habe der Central-Verein in den letzten Monaten wiederum das Hinscheiden hervorragender und um die Veremssache verdienter Mitglieder Zu beklagen gehabt. Der Tod habe den durch Werke der Wohltätigkeit ausgezeichneten Großindustriellen Hermann Tietz in Berlin dahmgerafft, ferner ein verdientes Mitglied des Posener Gruppeuvorstandes, Josef JolowicZ, den Sanitätsrat I)r. Laudon in Elbing, unfern Vertrauensmann Gemeindevorsteher Isidor Vertun in Bernstadt i. Schl., den Geh. MediZinalrat Prof. Dr. Mendel, der den Central-Verein mitbegründet, ihn als Vorstandswitglied durch Rat" und Tat gefördert und auf vielen anderen Gebieten ungemein segensreich gewirkt habe, die Vorstände der unserem Verein korporativ angeschlossenen Gemeinden Hoppstädten und Bütow, Elias Weil und S allst Hermann, den Vorsteher der Gemeinde Eschwege L. Brinkmann, den Kantor der Spnagogen-Gememde Aachen Moritz Weinberg, und eines der verdientesten Mitglieder der Obmcmnschaft der Berliner Gruppe SW., David Glogowski. Noch bevor das Gedächtnis dieser verdienten Toten in pietätvoller Ergriffenheit von der Versammlung geehrt worden, hatte der Redner der Trauer über das Hinscheiden des GroßherZogs von Baden, eines der edelsten und vorurteilsfreiesten Fürsten, dessen nicht nur die badischen, sondern alle deutschen Juden stets verehrungsvoll gedenken werden, in innigen Worten Ausdruck verliehen. An die Aufzählung einiger. größerer Zuwendungen, bezw. der Erwerbung der lebenslänglichen Mitgliedschaft durch einzelne Vereinsmitglieder gegen einmalige Zahlung von 100 Mark,