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Im deutschen Reich · 1907-12-01 · Heft 12 (Dezember 1907) · p. 678

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 12 (Dezember 1907)
Article
In eigner Sache
Date
1907-12-01
Page
678 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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678. Jrn deutschen Reich. An eigner Sache. Herr Justizrat Dr. Fuchs schreibt uns: .Zu meiner nicht geringen Ueberraschung lese ich in der mir zugesandten Nummer einer jüdischen Wochenschrift vom 27. Oktober 1907, daß ich bei der Einweihung der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums geglaubt habe, .als Vertreter des Ceytral-Vereins das politische Roß tummeln, vor dem Minister mit demselben die gewagtesten Sprünge vorführen zu müssen, daß meine hochpolitische Rede sich wohl in einer Central-Vereins-Volksversammlung, nicht aber als Glückwunsch für eine wissenschaftliche Anstalt, noch dazu in Gegenwart des Ministers geeignet habe und daß sie allgemein und nicht ganz ohne Unrecht als vollkommen deplaciert empfunden ist, daß am Schluffe der Feier und abends auf dem Kommers auch von maßgebenden Kreisen dieser deplacierte Aufruf zum Kampf gegen den Antisemitismus als taktische Unklugheit allerersten Ranges hingestellt worden sei?. — Ich selbst würde hierzu kein Wort verlieren, da ich aber als Vertreter des Central-Vereins gesprochen habe, so halte ich mich, für verpstichtet, dem Central-Berein über das Rechenschaft zu geben, was ich gesagt habe. Es wird dann jeder am besten sich sein Urteil selbst darüber bilden können, ob ich eine bedauerliche politische Entgleisung als Vertreter des Centrale Vereins begangen habe. Nach meinem Manuskript lautet mein- Ansprache wie folgt: - .Mir ist es zu meiner großen Freude vergönnt, den Wünschen Ausdruck zu geben, mit denen der Verband der deutschen Juden und der Central-Verein deutscher Staats- -7. . bürger jüdischen Glaubens diese weihevolle Stunde begleiten. Ich darf sagen, daß beide Körperschaften, die mich zum Dolmetsch ihrer Wünsche gemacht haben, an dem Gedeihen der Lehranstalt, das in der Schaffung eines eigenem Heims einen sichtbaren Ausdruck findet, mit gleicher Wärme Anteil nehmen und daß es den Vorständen beider Körperschaften nicht bloß eine Pflicht

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