Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1907-11-01 · Heft 11 (November 1907) · p. 620

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 11 (November 1907)
Article
Die Juden in der neuesten Geschichtsphilosophie
Date
1907-11-01
Page
620 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2316602-2316753-2316764-2339015--16978-2339097
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

620 Im deutschen Reich. Kompromiß ein mit den Vorstellungen und Stimmnngen der Völker. Aber mit dem Grundgedanken des achten Abschnittes, daß die Religion einen ganz hervorragenden Anteil an der Entwicklung der Völker hat, stimmen wir sicherlich überein, nur schien uns eben deshalb das klassische Volk der Religion, Israel, auch im immerhin engbegrenzten Rahmen einer Einleitungsschrift einen größeren Raum beanspruchen zu dürfen, als ihm die Betrachtung des gedankenreichen Autors gegönnt hat. Professor Ludwig Hrauöe. Von Rechtsanwalt Wilhelm Levinger in München. t ie Zeitschrift „Im Deutschen Reichs hat schon kurz nach Traubes Tod auf die hervorragende, von allen Fachgenossen anerkannte Bedeutung dieses „geborenen" Philologen und auf die beklagenswerte Tatsache hingewiesen, daß lediglich sein Glaubensbekenntnis lange Zeit die Ursache war, daß ihm die verdiente äußere Anerkennung versagt wurde. Nun widmet Prof. Boll in Würzburg, der dem Gelehrten als Fachgenosse und Freund nahestand, dern Heimgegangenen in der Beilage zur „Allg. Ztg/einen Nachruf voll feinsinniger und rühmender Schätzung seiner menschlichen und wissensch aftlichen Eigenschaften. Die darin vorgeführte glänzende Kette wertvoller Arbeiten, beginnend mit einer Abhandlung, die Traube als siebzehnjähriger Gymnasiast veröffentlichte, wird nur der Fachmann zu würdigen verstehen. Jeden wird es ergreifen, zu lesen, wie er in aufopfernder Hingebung an die wissenschaftlichen Interessen anderer trotz seines schweren Leidens sich den täglich an Zahl steigenden Anfragen niemals versagte und einen wissenschaftlichen Briefwechsel führte, der eine Reihe von Bänden füllt. Besonderes Jntereffe wird aber bei den Lesern dieses Blattes die Darstellung der tragischen Periode seines Lebens erwecken, der Kampf um die Professur, für die ihn nach lOjähriger Lehrtätigkeit die Fakultät vorschlug, die ihm aber erst nach häßlichen Verhandlungen mit Ministerium und Abgeordnetenhaus und unter dem Druck auswärtiger Berufungen nach drei Jahren ver-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.