Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 11 (November 1907)
- Article
- Jüdische Umtriebe in Schweden
- Date
- 1907-11-01
- Page
- 606 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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606 Im deutschen Reich. zu haben, wie das hier allgemein anerkannt wird. Wie groß die Anzahl unserer besten Schriftsteller ist, deren Schriften im Bonnierffchen Verlag erschienen sind, das weiß jeder deutsche Verleger. Ich will hier einige Zeilen anführen, die ein Viktor Rpdberg an Bonnier gerichtet und die dem Buche „Singoalla" vorgedruckt sind. An Albert Bonnier! Da mein „Singoalla" nun zum vierten Mal erscheint und zwar in einer Ausstattung, mit der es Deine Sorgfalt und das Genie Carl Larssons geschmückt haben, ist es wein Wunsch öffentlich mit Nein die Frage zu beantworten: ob es ein besseres Verhältnis Zwischen einem Verleger und einem Verfasser geben kann, als das vieljährige Zwischen Dir und mir. Habe Dank! Viktor Rydberg. Das dürste genügen, um zu zeigen, in welchem Geiste der Verlag Albert Bonnier arbeitet. Nach . dem Tode des Chefs m.d Begründers der Firma haben seine Kinder ein Kapital von 150 000 Kr. als Stipendienfonds für begabte schwedische Schriftsteller angelegt. Dieses Kapital wird von einem Ausschuß, bestehend aus sieben Mitgliedern, verwaltet. Augenblicklich gehören diesem Ausschüsse u. a. an: der jetzige Chef der Firma Carl Otto Bonnier, die Schriftsteller: Heidenstamm, Pere Hallström, Karl Feldt, Selma Lagerlöf. — Diese Stiftung' wird nun von Herrn H. die Bonnier'sche Akademie genannt, bestehend aus dem Wespenschwarm, der sich an dem Honigtopf des Verlagsjuden Alb. Bonnier in Stockholm vollsaugt. Und diese „Akademie^ hat keinen anderen Zweck als den alten Areopag, die Gesellschaft der Achtzehn, zu stürzen. Das ist das Leitmotiv, das den Artikel des Herrn H. durchzieht. Nun will ich aber an den Herrn Hans Hertwig folgende offene Frage richten: Wenn es sich so verhält, wie Sie behaupten, daß eine fürchterliche Feindschaft zwischen der ächten Akademie .und der unächten Bonnierffchen besteht, wie kommt es daß ein Mitglied aus dem „Wespenschwarm" des Verlagsjuden Bonnier zugleich Mitglied der schwedischen Atadewie ist? Denn daß der Dichter Karlfeldt Mitglied der Akademie ist und gleichzeitig dem Ausschüsse der Verwaltung des Bonnierschen Stipendiums angehört, das weiß in Schweden ein jeder, der die Zeitungen liest und Interesse für diese Fragen hat. Auch Folgendes dürfte noch von Interesse sein. Als,