Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 11 (November 1907)
- Article
- Jüdische Umtriebe in Schweden
- Date
- 1907-11-01
- Page
- 601 (sequence 1)
- Language
- German
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Zeitschrift des ßtulralmkiils hevtslher Kiaatzßvrgkr Wislhev ßliwbms. -— Brfcbeiwt zwolfmfcl %m I^Kre.- xm. Iahrg. Berlin, November 1907. Uv. 11. „Jüdische Amtrieöe in Schweden". Professor Di. G. Klein in Stockholm schreibt uns: Von befreundeter Seite wird mir ein Artikel aus der Staatsbürgerzeitung vom 25. 9. d. I. zugeschickt, der „über jüdische Umtriebe in Schweden" handelt. Ich muß sagen, daß mir beim Durchlesen desselben recht unheimlich zu Mute wurde. Daß ein Kulturmensch sich solche Erfindungen aus den Fingern saugen kann und den traurigen Mut hat, diese als Wahrheit seinen Lesern vorzulegen, ist für mich geradezu unfaßbar. Im Talmud gibt's ein Wort: Der Lügner lügt nicht, wenn er weiß, daß er leicht bei der Lüge ertappt werden kann. Herr Hans Hertwig, so heißt der Ehrenmann, der die Staatsbürgerzeitung mit seinem Artikel beglückt hat, scheint aber auch dieses Wort des Talmud Lügen zu strafen. Vielleicht gar deswegen, weil es im Talmud steht. Doch zur Sache! Zunächst ist es eine Perfidie ohne gleichen die „Umtriebe der jüdischrussischen Kolonie" in Stockholm in eine Kategorie zu stellen mit der „Regsamkeit auf geistigem Gebiete, die nichts anderes erstrebt als eine Beherrschung der Literatur und der öffentlichen Meinung im jüdischen Sinne". Um es dem Leser klar zu machen, von wie unlauterer Gesinnung Herr H. erfüllt ist, muß ich ein Wort über die russisch-jüdische Kolonie und über die Quelle, der Herr H. seinen Bericht entlehnt, sagen. Es ist die in Upsala erscheinende „Uppslandsposten", nach der er das „niedere Bild" der jüdisch-russischen Flüchtlinge zeichnet. Ich kann daraus nur Folgendes sagen: Seit 25 Jahren